····· Rio Reiser wird mit einer Cover-Version-Compliation geehert ····· Frank Schäfer erzählt die Geschichte von Motörhead auf Deutsch ····· Karin Bachner und „The Pocket Big Band“ swingen sich in Weihnachtsstimmung ····· Weckörhead haben ihre eigene Zeitrechnung.  ····· Cheap Trick gehen in den Waschsalon ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Erja Lyytinen

Smell the Roses


Info

Musikrichtung: Blues Rock

VÖ: 11.04.2025

(Tuohi / InAkustik)

Gesamtspielzeit: 49:24

Internet:

http://www.erjalyytinen.com

Kommentar meiner Frau als Smell the Roses in der Küche beim Abwaschen lief: Die Fotos sind ja reichlich affig. Damit meinte sie sowohl das Bild auf der Frontseite, auf dem Lyytinen in eine Rose beißt, als auch das Back-Cover, auf dem sie sich mit weit herausgerücktem Hinterteil präsentiert. Aber ihr Gitarrist sei klasse.

Ihr Gitarrist ist Erjy Lyytinen allerdings selbst. Und nicht nur die Rhythmus-Sektion, Heikki Saarenkunnas (B) und Jesse Lehto (Dr), sondern auch Keyboarder Harri Taittonen sind wenig mehr als eine präzise funktionierende Bühne, auf der sich die Finnin präsentiert.

Und das tut sie überzeugend. Bis auf den Filler „Dragonfly“ und den ruhigen Schlusssong „Empty Hours“, der wirkt, als habe sich die Dame schon verabschiedet, treffen alle Songs ins Schwarze. In der Regel wird der Blues Rock mit einem krachenden Akzent auf Rock inszeniert. Man höre sich nur die Urgewalt der Gitarre im Schlussteil von „Ball & Chain“ an.

Mit „Wings to fly” wird der Beweis geliefert, dass Lyytinen auch Ballade kann. Auf intensiv drückende Gitarren-Solo-Parts verzichtet sie dennoch nicht. Der schöne weiche Groove von „Stoney Creek“ setzt eine ganz eigene Duftmarke.

Highlights sind der krachende Rocker „The Ring“, der ebenfalls massiv rockende Opener und Titelsong, der allen Frauen den Stinkefinger zeigt, die glauben alles und vor allem jeden haben zu können, und das Opus magnum von Smell the Roses. Der Semi-Longtrack „Abyss“ ist ein fett walzender Rocker, der ungeheuer episch und dramatisch daher kommt und eine intensive Atmosphäre verbreitet.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Smell the Roses 4:40
2Going to Hell 5:01
3Abyss 7:21
4Dragonfly 5:47
5Wings to fly 6:12
6The Ring 5:35
7Ball and Chain 4:16
8Stoney Creek 5:08
9Empty Hours 5:24

Besetzung

Erja Lyytinen (Voc, Git)
Harri Taittonen (Hammond)
Heikki Saarenkunnas (B)
Jesse Lehto (Dr)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger