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Reviews

Blue Escape feat. Johanna Lillvik

Teaser Blueser


Info

Musikrichtung: Blues/Boogie/Gospel/R&B

VÖ: 04.07.2025

(Paraply)

Gesamtspielzeit: 36:01

Internet:

https://de-de.facebook.com/people/Johanna-Lillvik/100063678271679/
https://www.paraplyrecords.se/
https://hemifran.com/news/

Merkwürdig, die Band, mit der Johanna Lillvik hier musiziert, nannte sich vor fünf Jahren noch Blues Escape. Nun, mit dem neuen gemeinsamen Album Teaser Blueser verkürzte man den Namen auf Blue Escape, mit der noch gleichen Besetzung!

Mit dem Titelsong startet die Platte gleich recht energisch im Shuffle-Modus, mit souliger Stimme leitet Johanna ein, bevor es sich absolut cool shuffelnd fortsetzt. Ja, diese Musik scheint zunächst einmal, so mein erster Eindruck, stehen geblieben zu sein, stehen geblieben in den Sixties, als sich der britische Blues Boom etablierte, und sich überhaupt in Europa die bleichgesichtige Spielart des Blues etablierte. Torbjörn Stenson am Saxofon spielt nun zusätzlich noch Gitarre, doch im Auftaktsong setzt er mit röhrendem Sax-Sound Akzente.

Yeah, luftig shuffelnd und swingend schreitet die Musik fort, "Strange Things Happening Every Day" kommt auch ganz cool, Boogie-Piano und Orgelklänge bringen ein gutes Feeling. Doch auch hier bewegt man sich nicht stur in Bluesgefilden, denn schon Track Drei, "Georgia Grind" greift auf einen alten Song von Spencer Williams aus 1926 zurück, damals bekannt geworden in der Version von Louis Armstrong. Hier wurde noch einmal "modernisiert" und dem Sound der Band angepasst. "Information Blues" von Roy Milton ist auch eine Coverversion, schöner R&B. Und erneut vermag es Johanna Lillvik, sich auch diesem Genre problemlos anzupassen, sehr wandlungsfähig ist ihre Stimme, es passt einfach immer!

Die zehn Songs gehen nahtlos und schwungvoll über die Bühne, sie weisen einen großen Unterhaltungsfaktor aus, man spürt die Hingabe, mit der die Band aktiv ist, und es vermag, dieses überspringen zu lassen, denn man wird unweigerlich mitgerissen mit dieser ausgedrückten Begeisterung! So kommen dann auch stets wieder Einflüsse aus dem Gospel-Umfeld zum Tragen, besonders auch nachzuempfinden beim letzten Song, "Didn't He Ramble". Doch zunächst erst einmal zu Nina Simone, von deren Album "Sings The Blues" stammt "Do I Move You", Örjan Hill untermalt die bluesige Stimmung mit seinem Pianospiel vorzüglich, dazu die Gitarre von Stenson, ja, hier quillt ein herrliches Feeling aus den Boxen!

Boogie, Blues, Gospel, Jazz, die hervorragende Band vereint und verarbeitet diese Spielarten geschickt und läßt einen coolen Sound entstehen, mit großer Individualität, vergleichbar bei einigen Songs könnte die Band mit den Niederländern von Barrelhouse sein, die fallen mir spontan ein. Ach ja, zum Mardi Gras nach New Orleans werden wir dann auch noch entführt, "I Went To The Mardi Gras", mir von Snooks Eaglin bekannt, wird auch sehr authentisch und mit individueller Note präsentiert. Ja, die Band läßt nichts aus, Klasse!



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Teaser Blueser (3:30)
2 Strange Things Happening Every Day (3:10)
3 Georgia Grind (3:20)
4 Information Blues (3:52)
5 Do I Move You? (5:43)
6 Wade in the Water (3:24)
7 I Went to the Mardi Gras (3:09)
8 The Gospel Train (Get on Board) (3:05)
9 Just a Closer Walk With Thee (3:50)
10 Didn't He Ramble (2:47)

Besetzung

Johanna Lillvik (vocals)
Torbjörn Stenson (saxophone, guitar, backing vocals)
Örjan Hill (piano, organ)
Lars Mellqvist (bass, backing vocals )
Åke Göransson (drums)
Josh Franklin (backing vocals)
Emilio Wroth (backing vocals)
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So bewerten wir:

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