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Magdalene
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Info
Musikrichtung:
Rock-Singer/Songwriter-Folk-Country-Fusion
VÖ: 13.06.2025(2003) (Eigenproduktion) Gesamtspielzeit: 73:30 Internet: https://borderband.com/ https://www.hemifran.com/news/ |

Die Musik von Melvin Little lernte ich 2010 kennen, als er unter dem Namen The Gothic Cowboy gemeinsam mit Mando Dan musizierte. Dort hatte ich erwähnt, dass er zuvor zwanzig Jahre lang mit The Border Band musizierte. Nun liegt genau mit dieser Formation die Veröffentlichung Magdalene vor. Das ist keine Reunion, sondern eine Wiederveröffentlichung von Aufnahmen aus dem Jahre 2003.
Gleich vorweg lasse ich die Band verlauten, auf welche Musik wir uns einstellen können: "We play a raw mix of rock, country, folk and blues. In the main we call our music 'Rawhide Rock' because it's fresh skinned, still dripping blood, hasn't been processed to fit any certain form." Das liegt auch daran, dass die verschiedenen Bandmitglieder recht unterschiedliche musikalische Erfahrungen haben sammeln können, hier werden solche Einflüsse genannt wie Leadbelly, Jimmy Rogers, Creedence Clearwater Revival und The Band, Hendrix, Santana, Stevie Ray Vaughn und B.B. King.
Nach dem mexikanischen Auftakt "Joaquin" wird es mit "The Dreamer" dann ein wenig folkiger, und spätestens hier fällt mir auf, dass mich Gitarrist Rodger Holden etwas an die Spiel- und Ausdrucksweise von Jerry Garcia erinnert, darüber hinaus spiegelt sich hin und wieder auch die Ruhe und Gelassenheit von Grateful Dead wider, auffällig ist das auch beim dritten Song, "Coronado". Dann wiederum muss ich ganz stark an einen alten Bekannten aus dem Bereich Singer/Songwriter denken, die "Prairie Ballad" führt mich gedanklich hin zu John Coster und seiner Platte "Old Stones, Broken Bones".
Gitarrist Holden ist im Übrigen ein sehr wichtiger Musiker bei der Gestaltung, bringt er doch viele "altmodische" Elemente der Sixties ein, neben Garcia/Grateful Dead auch in Richtung Jefferson Airplane und anderen Bands/Gitarristen jener Zeit. Und genau das gestaltet diese Musik so herrlich herzlich und entgegenkommen, ehrlich und warm im Ausdruck. Und so lese ich dann auch im aufklappbaren Booklet: "Music from the roots where stones and old bones speak while the nightwinds moan and Orion shines eternal like our dreams..."
Ja, rasch verfalle ich auch in Träumereien, versunken in die Gemütlichkeit alter Tage, so kann man sich schnell verzaubern lassen von dieser herrlich entspannten und sehr ansprechenden Atmosphäre, die von allen Musikern getragen wird, nicht nur von Holden, sondern auch von den Lead Vocals von Litton und dem Zusammenspiel der ganzen Band, die es versteht, unterschiedliche Stimmungen zu erzeugen, sei es in Richtung Mexiko oder generell zu alter Country-Musik, ganz herrlich "Rocky Mountain Woman", oder auch zu Klängen indigener Völker, nachzuhören auf "Wounded Knee".
Ja, und so gibt es innerhalb dieser abwechslungsreichen Musik absolut keinen Ausfall und man kann sich herrlich fallen lassen in diese warmherzige und wärmende Stimmung, das Ganze mit einer Art "Wohnzimmerkonzert-Atmosphäre", eine gelungene und willkommene Wiederveröffentlichung!

Trackliste
2 The Dreamer (4:51)
3 Coronado (5:35)
4 Prairie Ballad (4:30)
5 Wounded Knee (7:18)
6 Slow Me Down (5:22)
7 Magdalene (7:35)
8 El Nino (3:37)
9 Blue Vision (5:23)
10 Cold Ohio City (6:00)
11 Rocky Mountain Woman (3:01)
12 Yellow Rose Hotel (4:34)
13 Spanish Guns & Aztec Gold (5:56)
14 Orion (3:54)
Besetzung
Rodger Holden (lead guitar, electric & acoustic)
Dave Melody (drums and percussion)
Andy Gribble (our new bass player)
Dersu (the music wolf)
Guest musicians:
Doc Nelson (electric bass, organ, and guitar fills)
The Bennett Brothers:
Cody Bennett (violin and fiddle)
Calvin Bennett (stand-up bass und back-up vocals)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

