Reviews
NWOBHM from the Vaults
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Info
Musikrichtung:
NWOBHM
VÖ: 09.05.2025 (Limb) Gesamtspielzeit: 54:47 |

Wenn aktuelle Metal-Bands Stücke der NWOBHM covern, ist das etwa so originell, wie der Rückgriff früher Hard Rock-Bands auf „Bye bye Johnny“ oder den „Jailhouse Rock“. Mit einem Klassiker kann man halt immer wieder Interesse wecken, insbesondere wenn es mit dem eigenen Material nicht so recht klappt.
Auch wenn Roxxcalibur auf eigenes Material gleich völlig verzichten, kann man ihnen diesen Vorwurf nicht machen. Zu Wiedererkennungsmomenten dürften es nur bei absoluten Spezialisten kommen. Lediglich drei Stücke sind ursprünglich auf einer regulären LP (Shiva, 100% Proof) oder Cassette (Denigh) erschienen. Alle anderen Stücke stammen von Compilations oder 7“s.
Denn Roxxcalibur haben tief in den Kellern gegraben und vor allem unbekannte und vergessene Bands ausgegraben. Die MAS ist nicht das Maß aller Dinge, aber wir haben unsere Wurzeln doch sehr stark im klassischen Hard Rock und Metal und dennoch sind in 24 Jahren Magazin-Geschichte nur zwei der auf NWOBHM from the Vaults vertretenen Band jemals mit einer Review bei uns vertreten gewesen.
Mario hat 2014 das damals aktuelle Album Rise of the Machine von Deep Machine besprochen, während ich 2005 Denighs Fire from the Sky vorgestellt habe, das zwar 2005 erstmals veröffentlicht wurde, aber tatsächlich aus der NWOBHM-Zeit stammt, und auf dem sich auch das hier enthaltene „Lean on 'em hard“ befindet.
Es dürfte niemanden überraschen, dass es immer wieder Anklänge an Iron Maiden gibt („Demon Preacher“, „All over the World“ - die Chöre, „Hawks of Cairo“). Ansonsten rocken Roxxcalibur die 14 Stücke mit so viel Selbstbewusstsein, dass NWOBHM from the Vaults an keiner Stelle nach einer Compilation klingt. Das Quintett hat eine klare eigene Identität.
Wie es sich für eine Scheibe der NWOBHM gehört stehen schnelle Nummern wie „Wheels“ direkt neben Balladen („Only Heaven knows“). Es gibt Nummern, die nur relativ wenig rocken, wie „Cecil B. Devine“, das stark rock’n’rollige „Tight Rope“ der christlich geprägten 100% Proof und mit dem Bonus-Track „Gotta get back to you“ zumindest auf der CD ein tolles Power Finale.
Die CD kommt mit fettem Booklet und ausführlichen Liner Notes.

Trackliste
| 1 | Doctor what? (Ron Grainer, 1963) | 0:14 |
| 2 | Demon Preacher (Deep Machine, 1981) | 3:04 |
| 3 | Fight for your Freedom (Energy, 1983) | 3:23 |
| 4 | On to the Borderline (Mendes Prey, 1982) | 2:44 |
| 5 | Wheels (Tredegar, 1982) | 4:30 |
| 6 | Only Heaven knows (Liaison, 1984) | 4:29 |
| 7 | Cecil B. Divine (Blazer Blazer, 1979) | 4:04 |
| 8 | Hawks of Cairo (Sweet Revenge, 1982) | 3:04 |
| 9 | Could have done better (Alien, 1982) | 2:29 |
| 10 | Wild Machine (Shiva, 1982) | 4:37 |
| 11 | All over the World (Chain Reaction, 1985) | 4:06 |
| 12 | Mystery Girl (Storyteller, 1985) | 4:39 |
| 13 | Tight Rope (100% Proof, 1981) | 4:20 |
| 14 | Lean on 'em hard (Denigh, 1984) | 4:30 |
| 15 | Gotta get back to you (Prowler, 1980 - CD-Bonus-Track) | 4:36 |
Besetzung
Kalli Godsmith (Git)
Holger Ziegeler (Git)
Mario Lang (B)
Neudi (Dr)
So bewerten wir:
| 00 bis 05 | Nicht empfehlenswert |
| 06 bis 10 | Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert |
| 11 bis 15 | (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert |
| 16 bis 18 | Sehr empfehlenswert |
| 19 bis 20 | Überflieger |

