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Reviews

Dawda Jobarteh / Stefan Pasborg

Live In Turku


Info

Musikrichtung: Word Music-Fusion

VÖ: 16.05.2024

(April Records)

Gesamtspielzeit: 37:23

Internet:

https://www.facebook.com/DawdaJobarteh.band/?locale=de_DE
https://www.pasborg.dk/
https://jazzfuel.com/
https://aprilrecords.com/

Gambia und Dänemark treffen hier zusammen, wenn der Kora-Spieler Dawda Jobarteh und der Perkussionist/Schlagzeuger Stefan Pasborg ein gemeinsames Album vorstellen, dass sie in Turku, Finnland, am 28.April 2023 eingespielt haben, Live In Turku.

Eine mit beiden Händen gezupfte westafrikanische Stegharfe, die Kora, mit dem typisch westafrikanischem Ausdruck und westlich orientierte Perkussion mit improvisatorischer Ausprägung, das klingt sehr interessant und wirft die Frage auf, wie das wohl zusammen klingen mag.

Beide Musiker haben im Rahmen ihrer Entwicklung jeweils die Hände nach Anderem ausgestreckt, begann Jobarteh nach vorherigen "Lehrjahren" mit der Kalebasse und weiterer Perkussion erst in Dänemark mit dem Spiel der Kora, und Pasborg kooperierte mit afrikanischen Musikern, so dass Beide Verständnis füreinander aufbringen sollten.

Neben vier Eigenkompositionen gibt es zwei Songs aus dem Bereich Jazz, einmal ist das "Better Git It In Your Soul" des Bassisten Charles Mingus und dann noch "Togo" von Ed Blackwell. "Bamananyanke" ist ein Traditional. Doch wir starten mit "Folkman" von Pasborg, der Drummer bringt hier viele Elemente des Jazz Rocks ein, und die Kora klingt bisweilen wie eine Gitarre, ein kraftvoller Auftakt! Die Komposition von Charles Mingus wird in ähnlicher Ausrichtung vorgetragen, der jazzige Charakter des Originals ist in dieser Interpretation nicht mehr vorhanden, so meine ich sogar, dass hier eher Rock und Elemente der afrikanischen Volksmusik entscheidend prägende Faktoren sind.

"Togo" orientiert sich dann noch stärker am afrikanisch ausgerichtetem Ausdruck, während "Communication of a Kind" ein paar swingende Elemente aufweist, mit einem leichten Hauch von Blues sogar. Mitunter klingt die Kora in Richtung einer üblichen Harfe, aufgefallen ist mir das bei "I Met Her By The River". Pasborg treibt seine Komposition "Go Daw" mit energisch shuffelndem Spiel an, auch hier wieder mit rockigem Spiel, und zum Schluss legen die Beiden mit dem Traditional "Bamananyanke" den wohl am stärksten folkloristisch geprägten Titel vor, nutzt Pasborg hier auch viel Perkussionsinstrumente.

Die Musik lebt insofern stark von Improvisation, manchmal ausgestattet mit hypnotisch wirkenden Passagen, manchmal fast schon ausufernd in härtere Gefilde von Rockmusik.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Folkman (5:21)
2 Better Git it in Your Soul (7:11)
3 Togo (5:56)
4 Communication of a Kind (5:28)
5 I Met Her by the River (3:57)
6 Go Daw (4:44)
7 Bamananyanke (4:24)

Besetzung

Dawda Jobarteh (kora)
Stefan Pasborg (drums and percussion)
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So bewerten wir:

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06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger