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Reviews

Joost Zoeteman/Paulus Schäfer

Fratellanza


Info

Musikrichtung: Jazz / Gypsy Swing / Fusion

VÖ: 05.04.2024

(Challenge)

Gesamtspielzeit: 43:59

Internet:

https://www.joostzoeteman.com/
https://www.challengerecords.com/
https://www.martinaweinmar.de/

Bei dieser Platte mit dem Titel Fratellanza, von Italienisch auf Deutsch übersetzt in etwa Bruderschaft oder Brüderlichkeit, treffen nicht zwei Brüder, sondern zwei Gitarristen aufeinander. Joost Zoeteman und Paulus Schäfer aus den Niederlanden, beide bekannt für ihre stilistische Ausrichtung zum Gypsy-Swing-Jazz und zum Jazz, aber auch andere Elemente mit einbeziehend.

Diese Platte haben die Beiden gemeinsam mit Jasper Somsen am Bass und Wim de Vries am Schlagzeug eingespielt. Wer einen Blick auf die Titelliste wirft, wird bemerken, dass einige bekannte Songs dabei sind, am bekanntesten wohl "Volare" von Domenico Modugno und Franco Migliacci. Aber es gibt auch Eigenkompositionen, so "100 %" und "Puglia Swing" von Zoeteman und "Niejala" von Schäfer.

Und mit der Eigenkomposition "100%" startet die Platte dann auch sogleich sehr schwungvoll mit infizierendem Swing-Feeling. Leider ist nicht vermerkt, welcher der beiden Herren auf dem linken und auf dem rechten Kanal soliert, jedenfalls kann man eindeutig einen unterschiedlichen Stil und eine unterschiedliche Spielweise und Klang der Gitarren ausmachen. Dabei dürfte Zoeteman das mehr klare und am Jazz orientierte Instrument spielen, vorwiegend rechts zu hören, und Schäfer klingt mit seiner Gitarre halt mehr am Gypsy Jazz orientiert und es klingt bei ihm wärmer im Ausdruck.

Nach einer ruhigen Pause mit dem"Godfather Theme", das im Laufe der Spielzeit noch ein wenig an Tempo zulegt, schallt mir nun der große Hit "Volare" entgegen", in der Einleitung mit gestrichenem Bass, bevor auch hier der swingende Modus einsetzt. Allen Musikern ist gemeinsam das hohe Maß an Virtuosität zu bescheinigen, neben der Technik ist jedoch im Vordergrund das Vergnügen am Spiel zu erkennen, die Freude, mit der die Songs vorangetrieben werden.

Aber auch sanft wiegender Latin-Sound umhüllt mich, "Come Prima" und "Manhã De Carnaval" sprechen dafür. Einem Jazz Fusion-Stück hat man sich angenommen mit "Sicily" aus der Feder von Chick Corea, er spielte es auf der Platte "Friends" mit Joe Farrell, Eddie Gómez und Steve Gadd ein, also beweist man hier, dass man sich auch dieses Genres annehmen kann und sich diesen Song auch zu eigen macht, genauso wie man einen Walzer sanft schunkelnd vortragen kann mit "It's A Sin To Tell A Lie"

Die beiden letzten Songs des Albums tragen dann noch einmal die jeweils individuelle Handschrift der beiden Protagonisten, auch hier wurden gekonnt Einflüsse der Fusion eingeflochten.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 100% (4:38)
2 Speak Softly Love (3:57)
3 Volare (3:26)
4 Come Prima (4:23)
5 Sicily (4:06)
6 Manhã De Carnaval (4:59)
7 It's a Sin to Tell a Lie (3:33)
8 Le Soir (5:46)
9 Niejala (5:12)
10 Puglia Swing (3:57)

Besetzung

Paulus Schäfer (guitar)
Joost Zoeteman (guitar)
Jasper Somsen (double bass)
Wim de Vries (drums)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger