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Reviews

Petra

God Fixation


Info

Musikrichtung: Rock / Hard Rock

VÖ: 21.04.1998

(Word)

Gesamtspielzeit: 43:09

Dass sich eine Rockband den weiblichen Vornamen Petra auswählt, erscheint merkwürdig – zumindest für Menschen, die keine humanistische Bildung inclusive Latein und Griechisch genossen haben. Die nämlich wissen zum einen, dass Petra im Griechischen „der Fels“ bedeutet, was auf Englisch dann zu „The Rock“ wird. Und das passt für eine Rockband natürlich prima.

Zum anderen hat Jesus seinem Jünger Simon den Namen Petrus gegeben, weil er der Fels sein sollte, auf dem die Kirche Christi aufgebaut werden würde. Petrus ist die latinisierte Version des griechischen Petra. Die Päpste verstehen sich als direkte Nachfolger von Petrus.

Und damit sind wir bei Petra angelangt. Die 1972 gegründete Band ist so etwas, wie ein Fels, auf der sich eine christliche Rock-Szene aufbauen konnte. Zumindest gehört sie zu den Pionieren, die sich offen missionarisch in die zum Teil offen anti-christliche Rock-Szene gewagt haben, nicht nur gegen den Widerstand der Rock-Szene, sondern mehr noch gegen den Unwillen von Gläubigen und im Besonderen von kirchenleitenden Personen. Das hat vielen Nachfolgern Mut gemacht haben, sich mit einem klaren christlichen Profil auf die Bühne zu stellen.

Die Band „Petra veröffentlichte 24 Alben und verkaufte fast zehn Millionen Tonträger. Sie gewann vier Grammys, 10 Dove Awards und wurde im Jahr 2000 in die Gospel Music Hall of Fame der Gospel Music Association aufgenommen. 2005 gab sie ihre Auflösung bekannt.” (Wikipedia am 30.4.2024)

God Fixation war das 19te Album der Band. Von den Gründungsmitgliedern waren nur noch Drummer Louie Weaver und – als Gast - Gitarrist Bob Hartman dabei. Musikalisch gibt es recht weich gespülten melodischen Hard Rock, der den Biss und die Erdigkeit der 70er gegen eine modernere US-Glanzpolitur eingetauscht hat.

Nicht immer ist es so cheesy wie „Hello again“, aber selten so rau wie „A Matter of Time“. Herausragen tun die echte Ballade „Over the Horizon“ und der fiebrige Titelsong, der an die Crossover-Truppe DC Talk erinnert, die zwei Jahre zuvor mit „Jesus Freak“ einen kapitalen Hit hatte.

Bei der kraftvollen Ballade „Magnet of the World“ weckt Robert Freeman mir der Violine Erinnerungen an Kansas, die ebenfalls einen christlichen Hintergrund haben. „Set for Life“ ist eine gut rockende Umsetzung der Bibelstelle in der Bergpredigt, in der empfohlen wird, sich keine Schätze in der Welt, sondern im Himmel zu sammeln.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1If I had to die for someone 4:40
2Hello again 3:40
3A Matter of Time 3:25
4Falling up 4:25
5Over the Horizon 4:38
6God Fixation 2:55
7Set for Life 3:56
8Magnet of the World 3:45
9Shadow of a Doubt 3:27
10St. Augustine's Pears 3:49
11The Invitation 4:30

Besetzung

John Schlitt (Lead Voc)
Pete Orta (Git, Back Voc)
Kevin Brandow (Git, Back Voc)
Lonnie Chapin (B, Back Voc)
Louie Weaver (Dr)

Gäste:
Robert Freeman (Violine)
Brian Wooten (Git)
Bob Hartman (Git)
George Marinelli (Git)
Jeff Roach (Orgel, Keys)
John Elefante (Back Voc)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger