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Reviews

Omar & the Howlers

Magic Man


Info

Musikrichtung: Southern Rock

VÖ: 29.9.2023 (9.2.1989)

(Radio Bremen / MiG)

Gesamtspielzeit: 101:24

Als ich vor einiger Zeit las, dass MiG ein Live-Album von Omar & the Howlers veröffentlicht haben, reagierte ich sofort, denn ich liebe diese Band. Dennoch waren meine Erwartungen begrenzt. Ich habe Omar & the Howlers Ende der 80er kennen und (heiß) lieben gelernt, als sie die Alben Hard Time in the Land of Plenty (1987) und Wall of Pride (1988) veröffentlicht haben. Auch das Debüt Big Leg Beat (1980), das ich einige Zeit später erwarb, begeisterte mich.

Spätere Alben waren in der Regel okay, aber um zu jubeln bedurfte es schon den Willen sich die Alben schön zu hören. Umso größer die Begeisterung, als ich die von Radio Bremen mitgeschnittene Live-CD näher in Augenschein nahm. Denn sie stammt von einem Konzert, dass 1989 genau in der Zeit stattgefunden hat, in der die beiden oben genannten Alben die aktuellen Werke von Omar & the Howlers waren.

Und Magic Man wird den höchsten Hoffnungen in jeder Weise gerecht. Knapp die Hälfte der Titel stammen von diesen beiden Alben. Dazu kommen (mit Ausnahme eines kurzen „Roadrunner“-Zitats in „Hide away“) leider nur ein Stück vom Debüt, zwei Stücke von dem dazwischen erschienen I told you so (1984) und drei Stücke, die erst auf den beiden folgenden Alben Monkey Man (1990) und Blues Bag (1991 unter dem Namen Omar veröffentlicht) erscheinen sollten. Der Rest ist zum Teil nur auf diesem Mitschnitt, zum Teil auch auf anderen Live-Alben zu finden – darunter auch zwei sehr bekannte Cover-Songs: „Green River“ von Creedance Clearwater Revival und „We gotta get out of this Place“ von Eric Burdon, bzw. den Animals.

Hier Highlights zu benennen ist schlechterdings unmöglich. Omar Dykes eröffnet mit Reibeisenstimme und dem Titelsong des aktuellen Albums ein Konzert, das sofort auf einer Siedetemperatur beginnt, das andere Bands erst bei oder kur vor den Zugaben erreichen. „Don’t lead me on“ legt noch mal eine Schippe drauf. „Loud Mouth Woman” verschafft eine kurze Atempause, wenn es als stoisch voranschreitender Power Blues über die Bühne geht. Und so geht es weiter. Kerniger Southern Rock mit deutlich erkennbaren Wurzeln in Blues und Rock’n’Roll groovt, rockt und rollt ohne jeden Ausfall. Gelegentliche Balladen, wie z.B. „Dancing in the Canebrake“, verfügen über ebenso in die Ohren gehende Refrains, wie der Großteil der Power-Songs, die oft schon beim ersten Mal Hören mitgegröhlt werden können.

Etwas Anders als die Höchstpunktzahl verbietet sich hier von selbst!



Norbert von Fransecky

Trackliste

CD 1
1 Wall of Pride (3:43)
2 Don't lead me on (4:10
3 Loud Mouth Woman (4:18)
4 Down in Mississippi (5:14)
5 Border Girl (3:36)
6 Dancing in the Canebrake (4:30)
7 Modern Man (2:31)
8 Omar's Shuffle (5:24)
9 East Side Blues (5:50)
10 Hoy! Hoy! Hoy! (3:04)
11 Too much (3:50)
12 Dimestore Hoo Doo (4:03)
13 Hide away (3:02)

CD 2
1 Green River (5:54)
2 Funky Time (4:28)
3 We gotta get out of this Place (3:41)
4 Bad Seed (3:50)
5 Rattlesnake Shake (4:35)
6 Hard Times in the Land of Plenty (6:09)
7 Magic Man (11:00)
8 Rock'n'Roll Ball (8:35)

Besetzung

Omar Dykes (Voc, Git)
John Immon (Git)
Bruce Jones (B)
Gene Brandon (Dr)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger