····· Verlosung: Drei Mal zwei Tickets zur Record Release Party der Leipziger Metaller Factory of Art ····· Kurz nach seinem 80sten Geburtstag ist Maschine erneut auf #4 ····· Osterei - Luxus-Haydn auf Vinyl ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Quintet West

Waiting


Info

Musikrichtung: Modern Jazz

VÖ: 24.11.2023

(JazzSick)

Gesamtspielzeit: 54:57

Internet:

https://www.quintet-west.com/
https://uk-promotion.net/
https://www.jazzsick.com/

Wenn ich die Verpackung auspacke, lese ich diese Zeilen, die ich auch hier dann als Einleitung nutzen möchte: Das neueste Album von Quintet West erscheint wie ein zeitlose Reise. Die fünf Musiker schaffen eine wunderbare Balance zwischen lyrischer Melancholie und dynamischer Bewegung. Die Schönheit des Wartens in all seinen klanglichen Facetten.. Warten - genau, Waiting, so der Titel des Albums von fünf Musikern, die sich ursprünglich nur für ein einziges Konzert trafen, sich dann jedoch entschlossen, gemeinsam weiter zu machen, ein guter Entschluss!

Das Quintet West wird auf diesem Album auf zwei Songs von zwei Gästen begleitet, die somit noch einige Farbtupfer in die ohnehin bereits "bunte" Ausrichtung der Musik bringen. Und hier zeigt sich das Können der Musiker und ihre Spielfreude, oft wird man ganz einfach davon eingefangen und mitgerissen, ganz starkt geht es mir so beim "November Bop", hier werden spielerisch Tradition und Moderne im Jazz verflochten. "Valheim" ist dann eine Komposition des Gastes Joshua Tjong Ayong, und der erste Farbtupfer, mit wortlosem und gestaltenden Gesang inklusive. Und der Titelsong ist dann der zweite Song mit den beiden Gästen, ein wenig orientalisch klingt es. Angesichts des Umstandes, dass Joshua Tjong Ayong mit einer Gitarre im Line-up aufgeführt ist, und man ihn auch hört, wartete ich (entsprechend des Titels!) die ganzen sechseinhalb Minuten auf ein Solo, das er leider nicht präsentierte, schade..., aber Schwester Sophie darf mit der Posaune solieren.

Eleganter Swing erwartet mich mit "Jenseits der Zeit" und hier wird der eher tradionelle Jazz vorgeführt, die Sixties lassen grüßen! "Der Hund kann sprechen", ein gar humorvoller Songtitel, doch weder sprechen noch bellen habe ich ihn hören können, dafür jedoch ein sehr modern arrangiertes Stück mit Niveau. Ja, das Album sprudelt voller Ideen und verschiedenen stilistischen Ausprägungen und das auf einem sehr harmonisch angelegtem Boden, Alles in Allem insofern gepflegte und hochwertige Unterhaltung!



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Harum Scarum (5:38)
2 Minou (5:49)
3 November Bop (7:15)
4 Valheim (4:24)
5 Waiting (6:30)
6 May Rain (8:58)
7 Jenseits der Zeit (4:19)
8 Der Hund kann sprechen (5:58)
9 Skagen (6:06)

Besetzung

George Tjong Ayong (tenor saxophone)
Christoph Fischer (trumpet, flugelhorn)
Stefan Michalke (piano)
Konstantin Wienstroer (bass)
Christoph Freier (drums)
Sophie Tjong Ayong (trombone - #4, 5)
Joshua Tjong Ayong (vocals, guitar - 4, 5)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger