····· Der Deutsche Musikrat kritisiert Bayerns Schulpolitik ····· Adam Wakeman vertritt Phil Lanzon bei Uriah Heep ····· Im Herbst supporten Brunhilde J.B.O. auf Deutschland-Tour ····· Neue Wege in den Spuren der Alten versprechen Stormborn ·····  Noel Pix verlässt den Eisbrecher ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Tram des Balkans & Mélissa Zantman

En Cavale


Info

Musikrichtung: World Music Fusion

VÖ: 10.11.2023

(Les Entetes Production)

Gesamtspielzeit: 43:28

Internet:

https://lesentetes.com/?lang=de
https://mosaik-promotion.de/

Tram des Balkans ist eine Band aus Frankreich, sie existiert seit etwa zehn Jahren. Ihre musikalische Ausrichtung kommt einem Schmelztiegel gleich, vereint man doch ganz locker Musik aus Frankreich, aus dem Balkan, aus Irland, Schottland, Russland, Tschechien, Tibet und Rumänien. Insofern treffen hier verschiedene Spielarten aus den Bereichen Folk, Musik der Roma, Klezmer, Pop, Jazz und Rock aufeinander und verschmelzen zu diesem abwechslungsreichen und unterhaltenden Soundgeflecht. Das äußert sich dann auch in der Verwendung mehrerer Sprachen: bulgarisch, finnisch, italienisch, georgisch, hebräisch.

Zusammen mit der Sängerin/Musikerin Mélissa Zantman stellt die Band mit En Cavale ihr fünftes Album vor. Nach einer kurzen A-cappella-Einleitung startet die Trambahn dann schwungvoll und neben dem auch hier mehrstimmigen Gesang reisst die Instrumentierung sogleich mit und verführt die äußeren Extremitäten zu Tanzbewegungen, sofern man möchte. "Amok Batal" ist ein traditionell israelischer Song. Und so finden wir weitere folkloristische Einflüsse aus Ungarn ("Zotar Mange", "Jaj De Bajos"), Serbien ("Oj Dodole"), Rumänien ("Mama"), Georgien ("Aralo") und Bulgarien ("Petruno") Die restlichen Kompositionen stammen zumeist von den Bandmitgliedern, nur "Vihma" offensichtlich aus Finnland (comp. Reiman Kari Pekka, Reiman Sirpa Tuulevi).

Und so spiegeln die dreizehn Songs eine ganze Palette verschiedener Emotionen wider, sei es fröhlich, melancholisch, überschwänglich oder frech im Ausdruck. Ganz wunderbar harmonieren hierbei die Stimmen der sechs Musiker*innen. Und durch die Instrumentierung mit teils nicht so bekannten Instrumenten wird der Folk-Charakter weitestgehend beibehalten und bekommt ab und an noch einen rockigen Anstrich. Ja, diese Art der Fusion ist sehr spannungsgeladen, mitreissend und verbreitet gute Laune.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Ando Lolo Foro
2 Amok Batal
3 Zotar Mange
4 Oj Dodole
5 En Cavale
6 Ninanina Pizzica
7 Valzurka
8 Vihma
9 Le Désert
10 Mama
11 Aralo
12 Jaj De Bajos
13 Petruno

Besetzung

Mélissa Zantman (chant, accordéon, kaval, percussions)
Vincent Westphal (chant, clarinette)
Diego Meymarian (chant, violon, cistre)
Vincent Gaffet (chant, accordéon, percussions)
Mathieu Cervera (batterie, percussions, chant)
Nicolas Canavaggia (contrebasse, chant)
Robin Celse (mandole - #5)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger