····· Adam Wakeman vertritt Phil Lanzon bei Uriah Heep ····· Im Herbst supporten Brunhilde J.B.O. auf Deutschland-Tour ····· Neue Wege in den Spuren der Alten versprechen Stormborn ·····  Noel Pix verlässt den Eisbrecher ····· The Cure veröffentlichen Live-Album neu und spenden die Hälfte der Einnahmen ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

AMC Trio

Following The Light


Info

Musikrichtung: Jazz/Fusion

VÖ: 25.08.2023

(Jazzline/Leopard)

Gesamtspielzeit: 45:45

Internet:

https://www.amctrio.sk/
https://www.jazzline-leopard.de/index.php/de/
https://mosaik-promotion.de/

Das AMC TRIO ist eine Jazz-Formation aus der Slowakei, doch wer nun diese typische Musik eines Jazz-Piano-Trios erwartet, wird sogleich mit dem Auftaktsong eines Besseren belehrt. Denn es musizieren gemeinsam mit den Dreien ein Gitarrist und ein Trompeter. Und der ist nun wirklich sehr bekannt! Genau - wir hören Randy Brecker als Bandmitglied, und das gleich auf sechs der acht Songs des aktuellen Albums Following The Light.

Und der Name Brecker taucht dann noch zwei Mal auf, am Saxofon auf 2 Tracks hören wir eine gewisse Ada Rovatti Brecker, das ist eine 1976 geborene italienische Jazzmusikerin, die seit 2001 mit Randy verheiratet ist. Wichtiger Bestandteil der Band ist auf jeden Fall der Gitarrist Martin Marinčák, der "Ray Of Hope", seine eigene Komposition, mit einem Gitarrensound erinnert, der an Rockriffs erinnert, auf diesem Song erscheint dann auch Ada Rovatti Brecker erstmalig, und schließlich ist das wohl der rockigste Song der Platte, die Gitarre ist hier zupackender und, und auch Randy Brecker geht über seinen Jazz-Modus hinaus und trägt ein kraftvolles Solo vor.

Martin Marinčák zeigt sich darüber hinaus abermals von einer anderen Seite, so bringt er bei "Dawn Chorus" weitere Farben ins Spiel, der Song ist darüber hinaus sehr infiziert von Passagen klassischer Musik, ansonsten erinnert mich das Gitarrenspiel gelegentlich auch an Pat Metheny.

Weitestgehend schaut das Trio, hier zum Sextett angewachsen, über den Rand der reinen Jazzlehre, neben den bereits erwähnten Anklängen an Klassik ist es auch Folklore, die sich in einigen Passagen eingeschlichen hat, aber auch starke Anklänge in Richtung Fusion werden geboten, vielleicht hat es ja auch ein wenig abgefärbt, dass die drei Musiker des Trios mit solchen Jazzgrößen wie wie Philip Catherine, Bill Evans, Mark Whitfield oder Ulf Wakenius zusammenarbeiteten.

Gelegentlich schwingt die Stimmung gar in diesen Bereich, als sich die Fusionbewegung dazu öffnete, sich auch populären Strömungen zu öffnen, als sich diese Musik bis hin zum sogenannten Smooth Jazz öffnete. Aber davon ist man hier weit entfernt, dazu sind die Kompositionen und die Interpretationen zu ernst zu nehmen und zu hochwertig, um in diese Schublade einer Jazz-Richtung, die ja eigentlich gar kein Jazz ist, gepackt zu werden.

Die elf Songs, die meisten stammen im Übrigen von Martin Marinčák, nur #1 & 4 von Adamkovic und #5 von Adamkovic gemeinsam mit Samuel Marinčák, vermitteln eine sehr elegante und gefühlvoll inszenierte melodiöse Stimmung, die einen hohen Unterhaltungsfaktor aufweist.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Daybreak Rhapsody
2 Smiling Eyes
3 Ray Of Hope
4 Dawn Chorus
5 Virtual Soul
6 Oblivion
7 Following The Light
8 NPL

Besetzung

Peter Adamkovič (piano)
Martin Marinčák (bass)
Stanislav Cvanciger (drums)
Samuel Marinčák (guitar)
Randy Brecker (trumpet - #1-3, 5, 6, 8)
Ada Rovatti Brecker (saxophone - #3, 8)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger