····· Verlosung: Drei Mal zwei Tickets zur Record Release Party der Leipziger Metaller Factory of Art ····· Kurz nach seinem 80sten Geburtstag ist Maschine erneut auf #4 ····· Osterei - Luxus-Haydn auf Vinyl ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

SFF (Schicke Führs Fröhling)

Ticket to everywhere (Review-Serie, Folge 3)


Info

Musikrichtung: Krautrock

VÖ: 07.04.2023 (1979)

(MiG)

Gesamtspielzeit: 50:27

SFF-Review-Serie (The complete Recordings), Folge 3: Ticket to everywhere


Wir befinden uns in der dritten Folge der vierteiligen Review-Serie, die anlässlich der Veröffentlichung der CD-Box The complete Recordings in der MAS erscheint. In der folgenden Ausgabe wird es noch die Besprechung einer Live-CD geben, auf die ich sehr gespannt bin.
Ticket to everywhere ist das einzige Album von SFF, das ich vor dieser Review-Serie kannte und das mich bewog, die Box zur Review anzufordern.



Ticket to everywhere ist das eindeutige Highlight in der Studio-Discographie von SFF. Dem Trio gelingt es wunderbar auf (nicht nur damals) progressive Weise soften Rock mit Folk und dezentem Synthie-Pop zu verbinden. Das war selbst in der kunterbunten Krautrock-Szene etwas Besonderes.

Gleich der Opener öffnet tatsächlich die Türen(!). Denn das Stück erinnert immer wieder an „Riders on the Storm“ - ohne je wirklich nach den Doors zu klingen. Es ist etwas synthetischer, gleichzeitig folkiger und wunderschön fließend.

Warum der „Song from India“ so heißt, ist mir bis heute ein Rätsel. Der tolle fast poppige Groove lebt zwischen Elektro und Folk und ist extrem tanzbar. Der Titelsong ist dann der rhythmischte Teil des Albums. Dann geben die Titel „Slow Motion“ (mit Betonung auf Motion) und „Folk’n Roll“ die weitere Marschrichtung vor.

Die Neuveröffentlichung kommt mit zwei Bonus-Tracks, die – obwohl das nirgendwo ausgewiesen wird – eindeutig Live-Aufnahmen sind. Dabei begeistert vor allem das aus zwei Stücken des Vorgänger-Albums Sunburst bestehende „Medley“. In den Studio-Versionen haben „Explorer“ und „Wizzard“ das Potential, das in ihnen steckt, kaum erahnen lassen. Das lange Schlagzeug-Solo ist bei dem stilistischen Ansatz von SFF eine echte Überraschung und gleichzeitig das Sahnehäubchen auf der Aufnahme.

Sollte des Live-Album daran anknüpfen können, steht uns noch ein echter Hammer bevor.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Open Doors 5:31
2Song from India 4:21
3Ticket to everywhere 3:48
4Spain span spanish 4:03
5Here and now 5:50
6Slow Motion 8:08
7Folk'n Roll 4:19
8Every Land tells a Story (Bonus Track) 4:02
9Medley: Explorer / Wizzard (Bonus Track)10:25

Besetzung

Eduard Schicke (Dr, Perc, Moog Synth, Metallophone, Xylophone)
Heinz Fröhling (Git, B, Mellotron)
Gerd Führs (Piano, Flügel, Synth, Keys, Clavinet, Mellotron)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger