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Reviews

Geese

3D Country


Info

Musikrichtung: Indie Rock

VÖ: 23.06.2023

(Partisan Records)

Gesamtspielzeit: 43:37

Internet:

https://geeseband.com/
https://partisanrecords.com/
https://www.pias.com/

Bei der Band Geese handelt es sich um fünf Musiker aus Brooklyn, New York. Die Formation wurde 2016 gegründet und 2020 kursierten einige selbstgefertigte Demos mit der Absicht, bei einer Plattenfirma Fuss zu fassen, mit Partisan Records klappte es schließlich und 2021 erschien das Debüt-Album "Projector". Auf dem gleichen Plattenlabel folgte nun der Nachfolger, 3D Country.

Bereits vier Singles wurden vorab veröffentlicht mit den Songs "Cowboy Nudes", "Mysterious Love", "3D Country" und "I See Myself", und alle Songs stießen auf positive Kritik. Rasch bemerke ich, dass die vier Musiker eine recht ungewöhnliche Musik spielen, die sich nicht streng einordnen läßt, allenfalls öffnet sich am besten die Schublade Indie Rock.

Und innerhalb dieses Umfelds rumort es gewaltig, denn das ganze große Spektrum wird vollumfänglich genutzt. So purzeln ganz rasch Assoziationen, die sich von Song zu Song neu aufstellen. Nennen kann ich hier zum Beispiel Frank Zappa, etwa beim Opener, oder wenn das recht verschrobene "Undoer" erklingt, dann denke ich unwillkürlich an Captain Beefheart, und beim Gesang an Tim Buckley oder auch an John Martyn. Ferner eröffnen sich Gedanken hin zu Bands und Künstlern wie The dB's, Peter Case, Big Star, Robyn Hitchcock, diese Assoziationen fließen mir rasch durch den Kopf, vor Allem bei "Tomorrow's crusades". Aufgrund dieser Vielseitigkeit der Arrangements und Gestaltung der elf Songs wird wahrscheinlich jede Hörerin/jeder Hörer ihre/seine eigenen Erkenntnisse einbringen.

Auf jeden Fall sollte man erstaunt sein, wie exentrisch hier musiziert wird, wie sich innerhalb von Songs spontane Veränderungen ergeben, unerwartet oft, und mitunter lösen sich die Songs auf in wilde Passagen, explosionsartig. So purzelt man sich turbulent durch die gut vierzig Minuten, rastet hier und da mal aus und bringt aber auch mal recht überschaubare und normal klingende Stücke. Einige Songs werden von Streicherklängen umrahmt und haben dadurch ein weiteres Ausdrucksmittel erhalten, sowie Songs wie "Cowboy nudes", die ein wildes perkussives Beiwerk bieten. Post Punk paart sich teilweise mit Rockmusik, sogar mitunter mit angedeuteter avantgardistischer Tendenz.

Mitunter habe ich den Eindruck, dass man wohl auch eine dicke Portion Spass und Humor in die Musik geschleust hat, mitunter halt recht durchgeknallt und chaotisch, aber angenehm und wohltuend, und den Burschen merkt man wohl an, dass sie voll dahinter stehen, was sie hier vorlegen.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 2122
2 3D country
3 Cowboy nudes
4 I see myself
5 Undoer
6 Crusades
7 Gravity blues
8 Mysterious love
9 Domoto
10 Tomorrow's crusades
11 St. Elmo

Besetzung

Cameron Winter (vocals, piano)
Gus Green (guitar)
Foster Hudson (guitar, screams)
Dom Digesu (bass)
Max Bassin (drums)
Sam Revaz (add. piano)
Audrey Martells (background vocals)
Lajuan Carter (background vocals)
Katie Jacoby (viola)
Tomoko Akaboshi (violin)
Alon Bisk (cello)
Jenny Douglas (background vocals)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger