····· Im Herbst kommt der vierte Longplayer von The Cryptex ····· Das Beat Hotel öffnet den Konzertsaal wieder ····· Die Groove & Snoop Bluesband startet neuen Videokanal  ····· Live-Album aus der Spätphase Rory Gallaghers kommt im Juli ····· In Extremo kommen auch 2023 auf Burgentour ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Basie All Stars

Live At Fabrik Vol.1, Hamburg 1981


Info

Musikrichtung: Jazz

VÖ: 24.02.2023

(Jazzline)

Gesamtspielzeit: 60:08

Internet:

https://www.ndr.de/kultur/
https://www.jazzline-leopard.de/index.php/de/
https://mosaik-promotion.de/

Diese Aufnahmen, Live At Fabrik Vol.1, Hamburg 1981, sind die sechste Ausgabe jener Serie des Nordeutschen Rundfunks (NDR kultur) mit Konzerten aus der "Fabrik" in Hamburg. Sie stammen vom 5.Mai 1981 und der von 1904 bis 1984 lebende Count Basie war schon gar nicht mehr dabei, obwohl er zu jener Zeit noch Schallplatten aufnahm, damals erschien 1981 das Album "Kansas City 6".

Doch auch nach seinem Tode wurde sein Andenken am Leben gehalten durch das Count Basie Orchestra. Hier, in Hamburg, waren es die Basie All Stars, zusammengesetzt aus einigen seiner treuesten Weggefährten. Wir können uns darauf freuen, dass noch ein zweiter Teil dieses Konzerts folgen wird, also starten wir erst einmal mit Vol.1.

Basie gilt als einer der einflussreichsten Bandleader des Jazz im Genre der Big Bands. Stets spielten in seinen Bands namhafte Musiker, und auch die Besetzung in der "Fabrik" konnte sich sehen (und hören) lassen. Mit Harry "Sweets" Edison und Buddy Tate waren die vielleicht bekanntesten dabei. Ganz im Sinne der Big Band-Formationen von Basie waren die Bläserformationen entsprechend besetzt, mit Musikern verschiedener und teils gegensätzlicher Spielweise. Nur die Gitarre fehlte, das heißt, nicht die Gitarre, sondern Freddie Green, er, der jahrelang den Sound entscheidend mitprägte. Möglicherweise so entscheidend, dass man anläßlich des Konzerts auch auf einen "Ersatz" verzichtete.

Nun, dennoch musste das Publikum damals nicht auf hervorragende, swingende und mitreissende Musik verzichten. Den Pianopart des Meisters übernahm übrigens Nat Pierce, der bekannt wurde in der Big Band von Woody Herman, in den Fünfzigern. Er war bekannt dafür, im Stile Basie's zu spielen, insofern sicher eine gute Wahl, und das kann man auch gut nachvollziehen im Zuge der sieben Songs.

Die Veröffentlichung ist in zwei Teile gegliedert: dieser erste Teil setzt sich mit den instrumentalen Stücken des Konzertes auseinander, während auf dem noch erscheinenden zweiten Teil die voluminöse Blues- und Swing-Stimme von Joe Williams zum Einsatz kommen wird.

Nun, Freunde der Musik Basie's wissen, was auf sie zukommt, beherzt swingender Big Band Jazz, hier allerdings in nicht so grosser Besetzung, All Stars halt, Musiker, die für sich allein betrachtet, alle wesentlich an der Geschichte des Jazz beteiligt waren in der einen oder anderen Form. Mit anderen Worten, man hört Könner am Werk, Könner, die ungezwungen jammen und aus Spass an der Freude musizieren und sich nichts mehr beweisen müssen. Und diese lockere Stimmung überträgt sich auf mich, so, als wäre ich 1981 dabei gewesen.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Bluesbird Blues (9:33)
2 Announcement I (0:32)
3 Please Send Me Someone To Love (6:02)
4 Announcement II (0:17)
5 Shiny Stockings (9:09)
6 Announcement III (0:09)
7 Everything Happens To Me (6:25)
8 This Is All I Ask (6:37)
9 Announcement IV (0:13)
10 I'm Confessin' That I Love You (8:32)
11 Announcement V (0:14)
12 Little Pony (12:20)

Besetzung

Harry ‘Sweets’ Edison, Joe Newman (trumpet)
Benny Powell (trombone)
Marshall Royal (alto sax)
Buddy Tate, Billy Mitchell (tenor sax)
Nat Pierce (piano)
John Heard (bass)
Gus Johnson (drums)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger