····· Adam Wakeman vertritt Phil Lanzon bei Uriah Heep ····· Im Herbst supporten Brunhilde J.B.O. auf Deutschland-Tour ····· Neue Wege in den Spuren der Alten versprechen Stormborn ·····  Noel Pix verlässt den Eisbrecher ····· The Cure veröffentlichen Live-Album neu und spenden die Hälfte der Einnahmen ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Meschiya Lake & the new Movement

Looking the World over


Info

Musikrichtung: New Orleans Jazz / Swing

VÖ: 06.05.2022

(Sungroove / Syncopation Society / Broken Silence)

Gesamtspielzeit: 33:51

Internet:

http://www.meschiyalake.com

Meschiya Lake ist nicht nur die Sängerin des von ihr zusammengestellten New Movements, das aus in Berlin beheimateten Musikern besteht, die aus den unterschiedlichsten Ecken Europas stammen. Sie hat das Album auch im Alleingang produziert und dabei offenbar großen Wert darauf gelegt, dass man in fast jeder Hinsicht vermuten könnte, man habe es mit einer gut restaurierten Wiederveröffentlichung aus den 50ern oder sogar einer früheren Zeit zu tun. Dem entspricht nicht nur die Ästhetik des Artworks sondern auch der Sound des Albums, der sich auf die Musik ihrer Wahlheimat New Orleans bezieht. Insbesondere für die Stimme scheint man bewusst einen historisch klingenden Sound gewählt zu haben. So überrascht es nicht, dass neben zwei eigenen Neukompositionen vor allem historische Stücke aufgenommen wurden; z.B. von Dizzy Gillespie.

Die eigenen Songs von Meschiya Lake gehören zu den ruhigen Stücken, die gut die Hälfte des Albums ausmachen. Sie sind oft sehr sparsam instrumentiert und geben Lakes Stimme viel Raum sich zu entfalten. Das intensive „The one Rose that's left in my Heart” lebt allein von dieser Stimme, die in der Regel leisere Töne anschlägt, beim finalen „The Place I call Home“ aber – begleitet von einer Klarinette - auch richtig losröhren kann.

New Orleans steht aber vor allem für Lebensfreude bis hin zum Karneval. Und auch wenn die ruhigen Stücke alles andere als deprimiert klingen, würde dem Album ohne seine zweite Hälfte viel fehlen. Hier wird ordentlich Blech aufgefahren. Das Schlagzeug hämmert. Der Kontrabass pumpt – und ab geht die Swing-Feuerwehr – zum ersten Mal mit „The lonesome Road“. Bei Stücken, wie diesem, oder dem wohl wildesten Stück „The Reefer Man“ dürfte es niemanden auf dem Stuhl halten. Grandios!

Einsames Highlight aber ist das relaxte „Enjoy yourself“, das vor Lebendigkeit nur so strotzt und von Lake mit knisternder Erotik in der Stimme eingesungen wurde. Top!



Norbert von Fransecky

Trackliste

1I got it bad (and that ain't good) 4:04
2The lonesome Road 2:37
3Enjoy yourself (It's later than you think) 4:26
4The one Rose that's left in my Heart 2:23
5My sweet little Girl from New Orleans 4:15
6Right or wrong 3:14
7Looking the World over 6:00
8The Reefer Man 2:15
9The Place I call Home 4:42

Besetzung

Meschiya Lake (Voc)
Eldar Tsalikov (Sax, Klarinette, Back Voc)
Laurent Humeau (Trompete, Back Voc)
Carlos Santana (Posaune, Back Voc)
Leo Forde (Git)
James Banner (Kontrabass)
Ugo Aluni (Dr)
Declan Forde (Piano <1,6,7>)
Samuel Petit (Piano <3>)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger