····· Adam Wakeman vertritt Phil Lanzon bei Uriah Heep ····· Im Herbst supporten Brunhilde J.B.O. auf Deutschland-Tour ····· Neue Wege in den Spuren der Alten versprechen Stormborn ·····  Noel Pix verlässt den Eisbrecher ····· The Cure veröffentlichen Live-Album neu und spenden die Hälfte der Einnahmen ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Anna Aaron

Gummy


Info

Musikrichtung: Electronic Indie Pop

VÖ: 07.10.2022

(Hummus Records)

Gesamtspielzeit: 40:34

Internet:

https://www.annaaaron.com/
https://hummus-records.com/
https://bite-it-promotion.de/

Musikalisch geht es heute in Richtung Schweiz. Cécile Meyer, wie die 1985 in Basel geborene Musikerin tatsächlich heißt, firmiert unter dem Künstlernamen Anna Aaron, und mit Gummy legt sie ihre sechste Produktion vor, nach ihrem Debüt im Jahre 2009, eine EP, der eine LP zwei Jahre später folgte.

Stets war ihre Musik stark elektronisch ausgerichtet, in der Basis angelehnt an Indie Pop, mitunter ein wenig mit Dramatik angereichert. Der Einfluss elektronischer Musik durchzieht auch das neue Album. Am echten Schlagzeug hat ihr dabei Bernard Trontin von der Band The Young Gods geholfen. Und dazu gibt es elektronische Beats gepaart mit Rock-Rhythmen und dazu harmonische Pop-Passagen, das ergibt einen recht zugänglichen Sound, der stark von Rhythmik geprägt ist. Die einzelnen Songs leben von einem guten Songwriting, die Protagonistin erweist sich zwar nicht als großartige Sängerin, weiss aber durch ihren Vortrag entsprechend der Gestaltung der Songs adäquat zu überzeugen, es passt halt gut zusammen.

Und so entwickeln sich verschiedene Stimmungen, mal schwebt die Musik, dann wieder geht es kraft- und druckvoll zu Werk, mit gelegentlich gutem Groove. Persönlich gefallen mir dann solche eher elektronisch und künstlich wirkende Songs wie "Strangers" weniger, wenngleich dieser auch ein wenig davon lebt, sich mich einem verspielten Arrangement zu schmücken. Cool und leicht funky groovet es dafür recht interessant mit "Sleeper". Im ruhigen Fahrwasser kann mich ebenfalls "What You've Been Dreaming" überzeugen, ein recht guter Popsong. Allerdings bleibt in dieser Hinsicht der Eröffnungstitel "Licked" mein Favorit, weil er die verschiedenen Elemente sehr gut miteinander verknüpft, sogar eine Passage aus dem Pink Floyd-Album "More" kann ich wahrnehmen...

Mit dem instrumentalen Titelsong verabschiedet man sich dann ein wenig experimentell, hier wird dann doch ein wenig viel mit der Elektronik gespielt, allerdings wenig innovativ und nicht unbedingt überzeugend.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Licked
2 What The Birds Said
3 Golden Boy
4 Pink Lights
5 Double Life
6 Strangers
7 All God's Good Girls
8 Sleeper
9 Birthday
10 What You've Been Dreaming
11 Gummy

Besetzung

Anna Aaron (vocals, synths, piano, Rhodes, drum machines, sampler)
Bernard Trontin (drums, percussion)
Nicolas Buettiker (guitar)
Zurück zum Review-Archiv
 


So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger