····· Deuce und das 50.Jubiläum, Rory Gallagher's 2.Album am 30.September... ····· Das 6. Album der Manic Street Preachers in seiner ursprünglichen gedachten Form ····· Ritual dictates tauchen „Goth & exhausted" aus der Pandemie auf ····· Anti-Flag werden auch auf ihrem 13. Studio-Album Rückgrat zeigen ····· 1970er Auftritt von Creedence Clearwater Revival in der Royal Albert Hall auf CD und Vinyl ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Amon Amarth

The Great Heathen Army


Info

Musikrichtung: Melodic Death Metal

VÖ: 05.08.2022

(Metal Blade)

Gesamtspielzeit: 37:27

Internet:

https://www.amonamarth.com

Man hat den Schweden Amon Amarth wohl nicht zu unrecht vorgeworfen immer glatter zu werden und musikalisch nur noch auf „tumbe Festivalmassen“ zu zielen. Obwohl keine Totalausfall, zog besonders ihr letztes Album Berserker Spott auf sich. Zu viel Heavy Metal, zu wenig Bumms. Und man muss auch sagen, dass es in den letzten drei Jahren ziemlich an Charme eingebüßt hat.

Da überrascht der Nachfolger The Great Heathen Army umso mehr! Die Eröffnung „Get In The Ring“ schleppt sich schwer mit viel Groove durch die Spielzeit und erinnert tatsächlich etwas an 90er Death-Metal-Stoff á la Bolt Thrower, wie es im Vorfeld kolportiert wurde. Generell wirken Amon Amarth anno 2022 wieder bissiger und angriffslustiger, wie deftige Nummern der Marke „Skagul Ride With Me“ oder „Oden Owns You All“ beweisen, die durchaus etwas an die frühen Jahre der Band erinnern.

Typische, hymnische Stampfer dürfen natürlich nicht fehlen. „Dawn Of Norsemen“ oder das bombastisch anklingende „The Great Heathen Army“ sind hier die erste Wahl. Dem in den letzten Jahren eingeschlagenen Weg hat man allerdings nicht gleich komplett den Rücken gekehrt. Mit dem melodischen, mit einem plakativen Hit-Refrain angereicherten „Heidrun“ und „Find A Way Or Make One“ schlägt man nach wie vor wieder etwas in die Manowar’eske Kerbe – Fäustereck-Feeling und Traditionsriffs inklusive. Am Ende sind die Songs aber dann doch zu gut, um sie nicht mögen zu können.

Noch mehr ins Traditionslager schielt man mit „Saxons And Viking“. Hier trifft tatsächlich die rasante Urgewalt der Schweden auf die Briten von Saxon. Johann Hegg und Biff Byford geben sich hier das Mikrofon gegenseitig in die Hand. Echt stark. An letzter Stelle überrascht man noch mit dem schleppenden und stimmungsvollen „The Serpent’s Trail“. Mit seinem epischen Feeling nicht gerade ein Amon-Amarth-Song von der Stange.

Am Ende ist The Great Heathen Army zwar kein neues Versus The World oder Twilight Of The Thunder God, aber allemal ein Ausrufezeichen in der jüngeren Bandgeschichte. Daumen hoch!



Mario Karl

Trackliste

1Get in the Ring4:24
2The Great Heathen Army4:04
3Heidrun4:42
4Oden Owns You All4:17
5Find a Way or Make One4:30
6Dawn of Norsemen5:32
7Saxons and Vikings4:55
8Skagul Rides with Me4:34
9The Serpent's Trail6:01

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger