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Reviews

Colosseum

Bread & Circuses


Info

Musikrichtung: Rock/Jazz-Fusion

VÖ: 29.04.2022(1998)

(Repertoire Records)

Gesamtspielzeit: 50:34

Internet:

https://www.clemclempson.com/
https://www.repertoirerecords.com/
https://www.brooke-lynn-promotion.de/
https://www.temple-music.com/

Die Band um den Schlagzeuger Jon Hiseman, Colosseum war nach der Auszeit im Jahre 1971 zur Freude aller Fans 1994 zurückgekehrt, mit einem Live-Album, so wie man einst den Abschied präsentierte. Bald darauf ging es wieder ins Studio, um 1997 das Album Bread & Circuses vorzustellen. Und genau dieses Album ist nun erneut veröffentlicht worden, von Repertoire Records.

Was ich bei der aktuellen Platte der Formation, also Restoration, feststellte, deutete sich eigentlich hier bereits ein wenig an. Zwar waren sie noch dabei, Hiseman, Heckstall-Smith und Greenslade, doch ein gewisser Wandel im Vergleich zu früher hatte sich bereits ansatzweise angedeutet. Es klang anders, die Songs waren nun kürzer, die Arrangements reduzierter, ein starker Rückgang von Jazz-Anteilen war bereits festzustellen, zwar spielte die Band einerseits auch relativ dicht zusammen, doch die individuellen Seiten der einzelnen Mitglieder rückten vermehrt in den Hintergrund.

Die einst prägenden Merkmale wie die starke Präsenz von Hiseman als Schlagzeuger, die mitunter langen Improvisationen der hervorragenden Solisten Heckstall-Smith und Greenslade waren beschnitten, und Clemson nahm einen stärkeren Rang ein.

Nun, letztlich konnte sich das Ergebnis natürlich hören lassen, waren schließlich lang gediente Profimusiker am Werk. Doch der Fokus rückte nun mehr in Richtung Rock, gleich der Eröffnungstitel "Watching Your Every Move" macht das deutlich, dazu erinnert es mich ein wenig an eine moderne Ausführung von Cream, mit einem dezenten Blues-Hauch. "High Time" zeigt noch gute Spuren der früheren individuellen Gestaltungsweise von Jazz Rock, auch "The Playground", hier mit Lead Vocals von Mark Clarke, strahlt noch diese gewisse Luftigkeit aus.

Mit "No Pleasin'" bekommen wir noch einen Hauch "Früher" ab, in shuffelndem Rhythmus eröffnet sich eine Plattform für Hiseman's bekanntes defininiertes Schlagzeugspiel, geprägt von Abwechslung und Ideen, und das Instrumental "The One That Got Away" zeigt auch noch einmal auf, dass die Band mitreissende Songs vortragen konnte, und ansatzweise zeigt sich hier das alte Feuer.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Watching Your Every Move (4:02)
2 Bread & Circusses (3:37)
3 Wherever I Go (4:16)
4 High Time (4:06)
5 Big Deal (5:11)
6 The Playground (5:08)
7 No Pleasin' (5:03)
8 I Could Tell You Tales (5:05)
9 Storms Behind The Breeze (4:43)
10 The One That Got Away (instrumental) (4:16)
11 The Other Side Of The Sky (4:43

Besetzung

Jon Hiseman (drums)
Chris Farlowe (vocals)
Dick Heckstall-Smith (tenor, soprano and baritone saxophones)
Clem Clempson (acoustic and electric guitars, vocals)
Dave Greenslade (Hammond organ, synthesizers and piano)
Mark Clarke (bass guitar and vocals, lead vocals – #6)
Chris 'Snake' Davis (additional horns)
Dave O’Higgins (additional horns)
Barbara Thompson (coda brass arrangement – #7)
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So bewerten wir:

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06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger