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Reviews

Ally Venable

Heart Of Fire


Info

Musikrichtung: Blues Rock

VÖ: 26.02.2021

(RUF Records)

Gesamtspielzeit: 50:18

Internet:

https://allyvenableband.com/
http://wordpress.rufrecords.de/

"Produced By Jim Gaines", dieses "Gütesiegel" erblickt man auf der Rückseite des Covers der aktuellen Platte Hearts Of Fire von Ally Venable. Wie ein Teenager sieht sie aus, die junge Dame mit ihrer Gibson - Gitarre. Die 1999 Geborene spielt sie ganz andere Musik, wie man es hinsichtlich ihres Alters erwarten könnte. Da ist doch ein junger Mensch tatsächlich auf den Blues-Zug aufgesprungen!

Und dieser Zug nimmt auch sofort eine flotte Fahrt auf, die Gitarre im Wah-Wah-Modus, die Drums donnern gewaltig, so startet die Platte mit dem Titelsong. Nun, hier rockt der Blues mehr, als dass er sich dem grundsätzlichem Feeling des Genres widmet. Auch gesanglich kann mich die Kleene nicht so ganz überzeugen, die Ansätze sehe ich gleichwohl. Die Stimme eignet sich insofern vielleicht eher für Rock/Pop-Rock als für Blues, hier fehlt mir das gewisse Feeling.

Doch handwerklich gibt es so gar nichts zu bemängeln, zwar mag die Protagonistin noch kein eigenes Profil mit dem gewissen Wiedererkennungswert entwickelt haben, aber sie präsentiert sich recht versiert mit ihrer Gitarre. Gleich beim zweiten Song hat sie die Bottleneck-Gitarre ergriffen und nähert sich der Authentizität des Blues dann doch ein wenig an. Auch gesanglich erlebe ich eine Steigerung, hier fügt sich Ally geschmeidig ein.

Und nun ein tiefes Eintauchen in die Blues-Geschichte, "Hateful Blues" wird eingeleitet mit der Einleitung der Original-Aufnahme von Bessie Smith (1924), erst ab 0:54 übernimmt die Protagonistin und transportiert uns in die Jetztzeit. Klar, mit Bessie kann sie nicht mithalten, doch erweist sich der Song als eine moderne Variante des Blues.

Es folgen die beiden Songs, auf denen sich die Gaststars die Klinke in die Hand geben, auf "Road To Nowhere" ist es Devon Allman und auf "Bring On The Pain" Kenny Wayne Shepherd. Der erste Titel entfernt sich dann wieder vom Blues und atmet ein wenig sanftes Southern Rock-Feeling und der zweite Song steigt dann wieder tief in das Genre hinab mit einem tollen Beitrag von Shepherd, der für mich das bessere Feeling als Gitarrist aufweist.

Nachfolgend warten noch einige interessante Songs, wie zum Beispiel eine eigenwillige Version von Bill Withers' "Use Me" und das tolle "Tribute To SRV". Ja, Stevie Ray Vaughan soll wohl zu einem der Vorbilder der Dame zählen, und das hat sie mit diesem Song unmissverständlich umgesetzt, indem sie den einen oder anderen Lick des Meisters aufblitzen lässt, und das fast neun Minuten lang. Und "Sad Situation" ist der wohl rockigste Song der Platte und lässt erkennen, dass sich Ally auch durchaus an Rockmusik herantrauen könnte, nachzuvollziehen auch mit "Do It In Heels".



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Heart Of Fire
2 Played The Game
3 Hateful Blues
4 Road To Nowhere (feat. Devon Allman)
5 Bring On The Pain (feat. Kenny Wayne Shepherd)
6 Hard Change
7 Do It In Heels
8 Sad Situation
9 Use Me
10 Tribute To SRV
11 What Do You Want From Me

Besetzung

Ally Venable (lead guitar, rhythm guitar & vocals)
Elijah Owings (drums)
Bobby Wallace (bass)
Rick Steff (keyboards – #2)
Kenny Wayne Shepherd (lead guitar – #5)
Devon Allman (lead guitar, background vocals – #4)
Pat Fusco (keys)
Jana Misener (cello)
Cody Dickinson (drums)
Landon Moore (bass)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger