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Reviews

Genesis

The last Domino?


Info

Musikrichtung: Prog / Rock / Pop

VÖ: 17.09.2021

(Universal)

Gesamtspielzeit: 156:40

Eine Genesis-Best of – ohne „The Musical Box”, ohne „Supper’s ready“, ohne irgendeinen Song von Nursery Cryme, Foxtrot und A Trick of the Tail? Geht das überhaupt?

Nein! Das geht nicht! Daher kann man The last Domino? auch nicht als Best of bezeichnen. Kein Problem! Denn das Album erscheint parallel zu der Ankündigung einer wahrscheinlich letzten Genesis-Tour, zu der sich die “Original“-Besetzung mit Phil Collins, Mike Rutherford und Tony Banks noch einmal zusammengefunden hat. Die auf The last Domino? zusammengestellten Songs dürften weitgehend identisch sein mit den Titeln, die Genesis auf dieser Tour spielen werden. The last Domino? ist also keine Best of, sondern ein Album zur Tour.

Diese Tour hätte man wohl besser unter dem Banner Phil Collins’ Genesis angekündigt. Das Programm der Tour (und der CD) verzichtet weitgehend auf Material aus den Jahren, in denen Steve Hackett und vor allem Peter Gabriel den Sound der Band geprägt hatten. Dem Promoter gelingt es sogar einen Waschzettel zu dieser „Best of“ zu schreiben, ohne die Namen von Steve Hackett und Peter Gabriel auch nur ein einziges Mal zu erwähnen.

Kommerziell ist das nachvollziehbar. Die Verkaufszahlen, die Genesis erzielt haben, nachdem Phil Collins das Ruder übernommen hat, stellen die der früheren Alben bei weitem in den Schatten. Ein schaler Geschmack bleibt dennoch. Erfreulich ist immerhin, dass Calling all Stations, das katastrophale letzte Studio-Album der Band, bei der Auswahl der Titel außenvor gelassen wurde.

The last Domino? ist musikalisch dennoch ein starkes Album geworden. Die Alben Abacab, Duke, Genesis, das viel zu gering berücksichtigte and then there were three und das stark berücksichtigte Invisible Touch liefern magische Highlights ab. Negativ tritt bestenfalls die zu starke Berücksichtigung von We can’t dance hervor, die aber verkaufstechnisch verständlich ist. Das Album erzielte u.a. Platin in Österreich, vierfach Platin in der Schweiz und den USA, sowie fünffach Platin im vereinigten Königreich und in Deutschland.

Die Präsentation ist nicht ohne. Das dreifach aufklappbare Digi-Pack steckt in einem zusätzlichen Papp-Schuber. Zwei Teile des Digi-Packs dienen der Aufbewahrung der zwei CDs. Im dritten Teil steckt ein 24-seitiges Foto-Booklet. Liner Notes irgend einer Art gibt es nicht.



Norbert von Fransecky

Trackliste

CD 1
1 Dukes End (2:07)
2 Turn it on again (3:51)
3 Mama (6:51)
4 Land of Confusion (4:45)
5 Home by the Sea (5:08)
6 Second Home by the Sea (6:07)
7 Fading Lights (10:19)
8 The Cinema Show (10:48)
9 Afterglow (4:13)
10 Hold on my Heart (4:37)
11 Jesus he knows me (4:14)
12 That's all (4:25)
13 The Lamb lies down on Broadway (4:53)
14 In too Deep (5:05)

CD 2
1 Follow you follow me (4:00)
2 Duchess (6:37)
3 No Son of mine (6:39)
4 Firth of Fifth (9:31)
5 I know what I like (4:08)
6 Domino (10:44)
7 Throwing it all away (3:50)
8 Tonight, tonight, tonight (8:51)
9 Invisible Touch (3:28)
10 I can't dance (4:00)
11 Dancing with the moonlit Knight (8:00)
12 Carpet Crawlers (5:14)
13 Abacab (4:13)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger