····· Ein Jaguar von Jürgen Pleinetti soll Flutopfern helfen ····· Alice Cooper will seine Detroit Stories live in Deutschland “erzählen“ ····· Arlo Parks wurde mit dem Mercury Prize ausgezeichnet ····· Dave Hunter erzählt die Geschichte von 75 Jahren Fender-Gitarrren ····· UFO stellen den Flugbetrieb ein – letzte Flüge 2022 ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Banty Holler

Journeyman Songs


Info

Musikrichtung: Americana/Country

VÖ: 10.09.2021

(Banty Holler)

Gesamtspielzeit: 37:11

Internet:

https://www.bantyholler.com/
https://johthemapromotions.com/

Banty Holler, diese Band hat sich generell um zwei Musiker formiert, das ist einerseits der in der Nähe Chicago's aufgewachsene Neile H. Coe III, und bereits als Jugendlicher in die Niederlande umgesiedelt, und der Niederländer Gijsbert Diteweg. Americana/Roots - das ist ihr Metier. Vorgestellt haben die Beiden ihre Musik bereits mit den Veröffentlichungen "Half A Dozen" (2016), "Nothing Machine" (2017), "Traditon" (2018) und "Wired For Sound" (2019).

Hierbei handelt es sich um EPs und somit ist Journeyman Songs die erste wirkliche Langspielplatte. Die Beiden werden von einer Band begleitet, die die musikalischen Vorstellungen sicher gut umsetzt, wirkt die Musik doch sehr dicht und die Musiker vermögen zum Gesamtsound auch beizutragen und sind nicht als reine Begleiter zu sehen. Und so ergibt sich eine harmonische und warme Stimmung mit einem teils lasziven Feeling, stark an guten alten Country angelehnt und ebenso viel von der Stimmung der Outlaw-Bewegung des Genres einbeziehend.

Trotz der recht einheitlichen Stimmung gibt es durchaus Abwechslung innerhalb der zwölf Songs. Mit Dobro und federleichtem Schlagzeugsound fliegt "Clementine" als erster Song durch den Raum, sehr entspannt, bis "Hit This Chord" im Bluegrass-Modus Fahrt aufnimmt mit pluckerndem Banjo und der hintergründigen Lap Steel. Einen leichten Hauch von Rockabilly atmet "Alright", bleibt aber im Country-Modus, ganz cooooool geht es hier ab.

"40" klingt typisch nach der Outlaw-Bewegung, hier könnten David Allen Coe, Ray Wylie Hubbard oder auch Terry Allen Pate gestanden haben. Weiter treffen wir erneut auf Bluegrass ("Get Stupid!"), abendlich-gemütliche Backporch-Atmosphäre ("Color Of The Blues"), ein Instrumental, dass in etwa das widerspiegelt, was Bands wie The Kentucky Colonels vorgelegt haben, nur hier ein wenig entspannter und weniger feurig als Jene. ("Journeyman Reel")

Schleppender Country Rock ("Grass") dazu mit leichtem Honky Tonk-Appeal ("41"), ein rockig treibender Song ("Sons Of Outrage"), eine wunderschön romantische Ballade mit folkiger Ausrichtung ("Take It From Me") und ein schunkelnder Walzer ("Constantine") runden das Gesamtpaket ab und zeugen von der Vielfalt a) des Genres im Allgemeinen und b) der Band im Besonderen.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Clementine
2 Hit This Chord
3 Alright
4 40
5 Get Stupid!
6 Color Of The Blues
7 Journeyman Reel
8 41
9 Sons Of Outrage
10 Grass
11 Take It From Me
12 Constantine

Besetzung

Neile H. Coe (vocals, flat top guitar)
Gijsbert Diteweg (Dobro, lap steel)
Eric Kerns (bass)
Arthur Bont (drums)
Willem van der Tuuk (electric guitar)
Janos Koolen (banjo, mandolin, guitars)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger