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Reviews

AcidMothersGuruGuru

Tokugoya



AcidMothersGuruGuru sind wohl eine der logischsten Bandkollabrationen die es gibt. Mit Guru Gurus Manni Neumeier ist die Krautrockikone Nummer 1 ebenso dabei wie mit Acid Mother Temples Mastermind Kawabata Mokoto die japanische Improvisations-, Psychedelic-, Krautrockikone. Seit 2007 nimmt diese Superband des Krautrocks nun Alben auf und seit dem letzten Album sind auch exakt sieben Jahre vergangen. Allerdings wurde Tokugoya bereits 2019 live in Japan aufgenommen. Das ist sowieso die beste Plattform für Musik wie diese.

Es gibt vier Stücke zu Hören, die genau das bieten was man erwartet. Experimentelle Rockpassagen mit Jazzschlagzeug, avantgardistisches Schlagzeugspiel umrahmt von knarzendem Bass und exzentrischen Gitarrensounds. Schwebende und psychedelisch angehauchte Ruhephasen mit vielen experimentellen Geräuschen spannenden Gitarrensoli. Seltsame Texte kommen noch dazu, zumeist in Deutsch gesprochen oder klangmalerische Stimmklänge.

Das Trio zeigt eindeutig, warum es zu der Referenzklasse dieses Musikstils gehört, denn obwohl ein Projekt, wirken die drei Musiker perfektaufeinander eingespielt, so dass selbst im scheinbar größten Chaos jeder Einsatz passt. Die Gitarren von Mokoto geben wie immer alles zwischen melodischen Wohlklang, ausufernden Gitarrensolos und scheinbar unmöglichen Effektsounds. Der Bass ist im Grunde über volle Länge die Basis und der Puls der alles in einer Bahn hällt, egal wie "far out" die Band manchmal klingt.

Also ein weiteres Referenzwerk der Herren, das man rundum empfehlen kann.



Wolfgang Kabsch

Trackliste

1Three Islands
2Electric Junk
3Next time see you at the Dalai Lhama
4Tokugoya

Besetzung

Manni Neimeier: Schlagzeug, Gesang
Tsuyama Atsushi: Bass, Rekorder
Kawabata Mokoto: Gitarren

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger