····· Der 1979er No Nukes-Auftritt von Bruce Springsteen wird als Audio- und Video-Version veröffentlicht ····· The Doobie Brothers kündigen an: Liberté erscheint am 1.Oktober 2021. ····· Ein Box-Set dokumentiert zum 50. Bandjubiläum die Live-Shows von Emerson Lake & Palmer ····· Ein Jaguar von Jürgen Pleinetti soll Flutopfern helfen ····· Alice Cooper will seine Detroit Stories live in Deutschland “erzählen“ ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Kabát

Zeme plná Trpaslíku


Info

Musikrichtung: Hard Rock

VÖ: 6.11.1995

(Monitor / EMI)

Gesamtspielzeit: 43:43

Internet:

http://www.kabat.cz

Kabát ist in Deutschland praktisch nicht bekannt. Immerhin gibt es eine ganz stattliche Wikipedia-Seite. In Tschechien sieht das ganz anders aus. Die Band existiert (mit einer Unterbrechung von 1985 bis 1988) seit 1983, hat sich wohl vom Thrash Metal zum Hard Rock mit Pop-Einschlag entwickelt und ist seit der Reunion 1988 ohne(!) Besetzungswechsel zusammen. Ihre erfolgreichste Zeit hatte die Band von 2006 bis 2015, als sie mit sieben Alben in Folge auf dem ersten Platz der tschechischen Charts landeten.

Zeme plná Trpaslíku (Ein Land voller Zwerge) stammt aus dem Jahr 1995. Von dem Thrash Metal, mit dem die Band laut Wikipedia gestartet sein soll, ist hier ebenso wenig zu hören, wie von einem stärkeren Pop-Einschlag. Wir haben eine klassische Hard Rock Band vor uns, bei der die Gitarre, bzw. die Gitarren, im Zentrum stehen, und die die Wurzeln dieses Genres im Blues und Rock’n’Roll immer wieder einmal durchblicken lässt. Ersteres z.B. bei dem groovigen „Už me Bijou“ oder dem stampfenden „Jen Sem ztratil smer“; letzteres bei dem Quasi-Opener „Piju já, piju rád“ und „Zasypat to Vápnem“.

Etwas moderner gibt sich „Všude tu sou“. Von Hardcore zu sprechen, wäre übertrieben, aber es geht in Stück weit in diese Richtung. Auch „Silnej jako Vul“ vertritt die Fraktion fett und derber Rocker.

Am stärksten ist das Quintett, wenn es flott und lebendig nach vorne rockt, wie es das z.B. mit „Václav je na Plech“ und seiner starken Gitarrenarbeit tut. Auch melodische („Dávno už Vim“) und hymnische Ansätze („Dávám ti jeden Den“) werden gepflegt.

Das finale „Láda“ scheint eine Live-Aufnahme zu sein, wenn das Publikum nicht gefaket ist. Die leicht vertrackte Rhythmik und die Rasputin-Chöre machen das Stück zu einem Rausschmeißer, der Appetit auf mehr macht.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Úvod 0:27
2Piju já, piju rád 3:33
3Už me Bijou 3:10
4Dávám ti jeden Den 3:28
5Všude tu sou 2:57
6Jen Sem ztratil smer 4:17
7Dávno už Vim 3:48
8Zeme plná Trpaslíku 3:31
9Zashnete svetla 3:14
10Zasypat to Vápnem 2:21
11Silnej jako Vul 2:53
12Tak Teda pojd 3:16
13Václav je na Plech 3:29
14Láda 2:53

Besetzung

Josef Vojtek (Voc, Mundharmonika)
Radek Hurcík (Dr, Back Voc)
Milan Špalek (B, Back Voc)
Tomáš Krulich (Git, Back Voc)
Ota Vána (Git, Back Voc)

Gäste:
Miloš Slezák (Banjo, Steel Git)
Martin Slezák (Git)
Daniel Cámský (Perc, Sequencer)
Jan Relich (Violoncello)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger