····· Der 1979er No Nukes-Auftritt von Bruce Springsteen wird als Audio- und Video-Version veröffentlicht ····· The Doobie Brothers kündigen an: Liberté erscheint am 1.Oktober 2021. ····· Ein Box-Set dokumentiert zum 50. Bandjubiläum die Live-Shows von Emerson Lake & Palmer ····· Ein Jaguar von Jürgen Pleinetti soll Flutopfern helfen ····· Alice Cooper will seine Detroit Stories live in Deutschland “erzählen“ ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Okkyang Lee

Na-Reul (Black Cross Sessions Vol. 3)


Info

Musikrichtung: Jazz / Noise / Free Improvisation / Modern Classic / Contemporary

VÖ: 31.05.2021

(Corbett vs, Dempsey)

Gesamtspielzeit: 37:57

Internet:

http://www.okkyunglee.info
https://www.discogs.com/de/artist/130715-Okkyung-Lee

Die koreanische Cellistin Okkyung Lee ist seit dem Beginn des neuen Jahrtausends aktiv und hat seither eine Vielzahl von Solo- und Kollabrationsalben vorgelegt und an vielen Projekten anderer Musiker mitgewirkt. Mit Na.Reul erscheint nun mal wieder ein reines Solowerk. Das bedeutet, dass sie selbst komponierte, einspielte aufnahm und mixte.

Sie bewegt sich in einem Bereich zwischen Free Jazz, Moderner Klassik und Contemporary. So entlockt sie ihrem Instrument einige sehr ungewöhnliche Sounds - perkussive ebenso wie flächige oder dissonante. Bei vielen ähnlichen Arbeiten, die nur auf einem einzigen Instrument oder grenzen wir es noch mehr ein, nur auf einem Cello produziert wurden, arten solche Versuche oft in unhörbaren Experimentalsounds aus, welche an sich nur Ohrenschmerzen verursachen.

Das ist bei Na-Reul völlig anders. Denn der Künstlerin ist eine ausgezeichnete Gesamtkomposition gelungen, die über die komplette Laufzeit einem gewissen Flow und einem Spannungsbogen folgt. So wechseln sich dabei hochmelodische Stücke mit Wiedererkennungswert mit überraschenden, manchmal auch schmerzenden Experimentalsounds ab. Wobei, nein, eigentlich stehen diese experimentellen Teile nur ganz selten alleine, meistens sind sie in irgendeiner Weise in die Komposition eingebunden. Das kann perkussiv oder melodiös oder beides sein.

Na-Reul ist eines dieser wenigen Experimentalalben, die man durchhören kann und in denen man immer wieder Neues entdecken kann. Eine großartige Scheibe.



Wolfgang Kabsch

Trackliste

1Art3:58
2Drifting5:08
3Mountains4:11
4Mirage5:00
5Burning3:54
6Lorelei4:08
7Wings3:06
8Pisces3:04
9Grey5:28

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger