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Reviews

Travis Meadows

Killin' Uncle Buzzy


Info

Musikrichtung: Singer/Songwriter/Americana

VÖ: 30.04.2021(2011)

Earache Records (Eigenlabel)

Gesamtspielzeit: 36:19

Internet:

https://travismeadows.com/
http://oktoberpromotion.com/

Der 1965 in Mississippi geborene Travis Meadows ist unter anderem bekannt geworden durch viele Songs, die er für andere Künstler geschrieben hat, unter anderem für Wynonna Judd, Hank Williams Jr, Lynyrd Skynyrd, Eric Church, Blackberry Smoke, Dierks Bentley, Jake Owen. Gleichzeitig war und ist er selbst als Singer/Songwriter tätig mit dem Output von vier Alben.

Der Missbrauch von Drogen seit dem elften Lebensjahr und die Diagnose Knochenkrebs (mit 14) warfen ihn zurück und zeichneten seinen weiteren Lebensweg, der unterschiedliche Wendungen nahm, unter anderem zum christlichen Lager, doch letzlich zog er um nach Nashville, um hauptsächlich als Songwriter zu arbeiten. Es folgte eine starke Alkoholabhängigkeit, die er erst nach vier Entzugsversuchen in den Griff bekam, das war 2010.

Und 2001 kam es zur Veröffentlichung des Studioalbums Killin' Uncle Buzzy. Zum zehnjährigen Bestehen dieses hervorragenden Albums hat nun Earache Records diese Platte wiederveröffentlicht, und das zu Recht, ist es doch eines derjenigen Alben, die irgendwie stets unbekannt blieben und dabei doch über solch starke Ausdruckskraft verfügen, dass es unbedingt in den Fokus gerückt werden muss!

Die zehn Songs verfasste Meadows seinerzeit in der Zeit seines Alkoholentzugs und so sind sie natürlich auch stark emotional geprägt von jener wichtigen Phase seines Lebens. Diese Dramatik kann man spüren und miterleben, wenn man sich der Musik intensiv widmet, auch ausgedrückt durch den rauen und intensiven Gesang. Leider sind die Texte nicht enthalten, doch kann man sie sich auf der Webseite des Künstlers anschauen. Denn dann wird das Ganze rund, hier einige Ausschnitte:

It ain't fun no more,
Trouble all the time,
Losin' my mind,
Wind up passed out on the floor,
Police knocking on my door,
It ain't fun no more ("It Ain't Fun No More")


Oder:

And the wind blows hard,
And the rain comes down,
You don't get far alone,
And you hide your scars,
And you hate this town,
Ain't no such thing as home,
I suppose, heaven knows,
I'm just a boy in grown up clothes ("Grown Up Clothes")


Die einzelnen Songs sind unterschiedlich instrumentiert, so gibt es diese typischen Singer/Songwriter-Stücke, die im Wesentlichen auf dem Sound der akustischen Gitarre basieren, zum Beispiel gleich der Eröffnungstitel "Minefield", oder "Good Intentions", und solche, die kraftvoller ausgeprägt sind, und auch die E-Gitarre zu Worte kommt ("It Ain't Fun No More") Dann gibt es noch "Grown Up Clothes", das darüber noch über einen dezenten Country-Einschlag verfügt. ebenso wie "Learning How To Live Alone", und den Heartland-Rocker "Davidson County Police",mich ein wenig an John Mellencamp erinnernd. Insofern gibt es gute Abwechslung auf dieser leider damals sicher untergegangenen Platte. Den wohl emotionalsten Song erlebe ich mit "Learning How To Live Alone". In diesem wohl ebenfalls autobiografischen Titel steckt so viel Realität, das ist wahrlich sehr bewegend!

Darum also wird es höchste Zeit, Killin' Uncle Buzzy wieder in den Fokus zu rücken, denn mit dieser Platte ist es Travis Meadows gelungen, schon fast einen Klassiker des Genres vorzulegen, in einer Reihe mit solchen Künstlern wie Steve Young, Guy Clark und anderen des Genres. Und bescheiden trägt Travis vor:

We all want what we ain't got,
Our favorite doors are always locked,
On a higher hill on a taller top,
We all want what we ain't got.
("What We Ain't Got")

Und so schließe ich mit den Worten des Künstlers:

Ich denke, der Schlüssel zum Leben ist es, mit dem, was man ist, einverstanden zu sein.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Minefield
2 Grown Up Clothes
3 It Ain't Fun No More
4 Good Intentions
5 Let It Go
6 God Speaks
7 It Gets Better
8 Davidson County Police
9 What We Ain't Got
10 Learning How to Live Alone

Besetzung

Travis Meadows (vocals, guitar)
Special Guest Vocalists:
Heather Little - #1
Adam Brand - #2
Etta Britt -#3
Barry Dean - #7
Emily West - #6
Levi Lowrey - #10
Additional Musicians:
John Catchings (cello)
Smith Curry (steel)
Barry Dean (keys)
Ian Fitchuck (Keys & drums)
Maestro Dubleh (track - #6)
Levi Lowrey (fiddle & guitar),
JD Simo (electric guitar)
Glenn Worf (bass)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger