····· The Hellacopters sind bei Nuclear Blast gelandet ····· Andy Scott wärmt mit der aktuellen Sweet-Besetzung einen alten Song auf ····· Konstantin Wecker bleibt auch 2021 Utopist auf deutschen Bühnen ····· Das neue Yes-Album The Quest chartet weltweit ····· Cat Stevens' Platinalbum Teaser and the Firecat in Jubiläums-Edition ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Garbage

No Gods No Masters


Info

Musikrichtung: Rock, Pop, Alternative

VÖ: 11.06.2021

(Stunvolume / ADA-Warner)

Gesamtspielzeit: 46:13

Das ziemlich genau vor fünf Jahren veröffentlichte Strange Little Birds wirkte fast wie eine Reminiszenz an die Anfangszeit von Garbage. Und es war auch gut. Trotzdem ist es schön, dass No Gods No Masters wieder ein ganzes bisschen frischer und bissiger wirkt. Vor allem lyrisch. Ganz so, als verlangten stürmische Zeiten auch von dieser Band ein paar noch deutlichere Worte. Und so wirkt das tatsächlich manchmal wie ein kleines Protestalbum.

Dementsprechend grimmig wirken die Songs nicht selten. Natürlich nicht ohne sich immer wieder schamlos im Pop zu suhlen. Die Formel welche das Quartett bereits seit ihrem ersten Albumklassiker von 1995 beherrscht. Melancholischer bis düsterer Alternative Rock gepaart mit elektronischen Sounds, Indieflair trifft auf Punkatmo, schimmernde Melodien auf unglaubliche Abgründe. Das funktioniert auch anno 2021 noch bestens, wenn es die Musiker nur wirklich wollen.

Und das tun sie zweifelsohne. Hart wummernde Songs wie das bissige „The Man Who Rule The World“ oder das gemeine „Godhead“ klingen nicht auf „Nummer Sicher“ getrimmt. Düster atmosphärische und tiefe, fast Shoegaze-artige Titel wie „Waiting For God“ oder das beunruhigende „A Woman Destroyed“ passen gut an deren Seite. Ein Song wie das laszive „Anonymous (XXX)“ oder das überraschend helle, nach 80er-Synthpop klingende „Flipping The Bird“ sind dagegen musikalisch hell schimmernde Kontrapunkte.

Ja, „No Gods No Masters“ ist ein gutes, aufrüttelndes Album, welches ich Garbage so gar nicht mehr wirklich zugetraut hätte. Allerdings keine Liebe auf den ersten Blick, da es beim ersten Hören nicht allzu viele richtige Hits offenbart.



Mario Karl

Trackliste

1The Men Who Rule the World4:28
2The Creeps3:34
3Uncomfortably Me3:17
4Wolves4:17
5Waiting for God4:05
6Godhead4:08
7Anonymous (XXX)4:08
8A Woman Destroyed5:32
9Flipping the Bird3:37
10No Gods No Masters4:31
11This City Will Kill You4:36

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger