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Reviews

The Dave Brubeck Quartet

Live In Indiana 1958


Info

Musikrichtung: Modern Jazz

VÖ: 26.02.2021

(American Jazz Classics)

Gesamtspielzeit: 74:55

Internet:

http://www.davebrubeck.com/
http://jazzpages.com/Alisch/desmond.htm
http://www.in-akustik.de/

Der musikalische Output von Dave Brubeck scheint unerschöpflich. Mit Live In Indiana 1958 wird wieder ein Juwel ans Tageslicht gebracht. Gerade von einer umfangreichen Europa-Tournee zurück gekehrt und kurz bevor den Aufnahmen zu "Jazz Impressions Of Eurasia" spielte die Band ein Konzert beim French Lick Jazz Festival, Indiana, am 17.August 1958. Das sind die Songs eins bis fünf. Diese Kompilation wird um weitere Live-Stücke ergänzt, sechs bis zehn vom Newport Jazz Festival, eingespielt am 30.Juni 1960, sowie eine Aufnahme von "Take Five", dem wohl bekanntesten Song der Formation, live in New York, vom Juni 1961.

Der Pianist Brubeck (1920-2012) spielt natürlich auch hier mit Paul Desmond, dem Schöpfer von "Take Five" und der hervorragenden Rhythm Section von Eugene Wright und Joe Morello. Und so ist eigentlich klar, was man hier erwarten kann. Hochklassigen Jazz auf hohem Niveau mit stark individuellem Ausdruck, geprägt durch die Kompositionen, die Jazz und europäische Konzertmusik geschickt und überzeugend miteinander verbanden, und durch die oft total cool wirkende Spielweise der Band, wobei ich auch hier wieder betonen muss, wie wichtig der Altsaxofonist Paul Desmond hierfür war, seine klar strukturierten Soli, sehr elegant und sensibel und konzertant verpackt.

Und dazu Brubeck als brillanter Techniker und das sehr einfühlsame Rhythmusgespann, die beiden Solisten mitunter gar unauffällig, aber dennoch stets mit dezentem Druck und Drive antreibend. Dieses Quartett besass einen eigenen Stil, unverkennbar und faszinierend. Dieser Jazz besass sehr viel Aussagekraft, konnte mitreissen, ohne je reisserisch zu wirken.

Und dieses zeigt sich auch hier wieder, zunächst bei den Aufnahmen aus Indiana, in sehr gutem Klangbild. Das gilt ebenfalls für die Aufnahmen aus Newport, klanglich noch besser, nach dem massiven Erfolg der Platte "Time Out" eingespielt. Sehr elegant wirkt hier die Komposition von Howard Brubeck, "Dialogues For Jazz Combo And Orchestra - Adagio", hier eben in der Quartett-Version. Hier gehen Klassik und Jazz eine gelungene Allianz ein, dezent swingend.

Und nun noch der Bonus, vielleicht haben Einige ja bereits darauf gewartet - "Take Five", live in New York, aus 1961, und klar - mit dem Schlagzeugsolo von Joe Morello. Alles in Allem ist diese Veröffentlichung ein hervorragendes Beispiel für das, was diese Formation ausmachte, ein klarer Zugewinn in der umfangreichen Diskografie von Brubeck.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Nomad
2 Thank You (Dziekuje)
3 The Golden Horn
4 Brandenburg Gate
5 Sounds of the Loop
6 Swanee River
7 Southern Scene
8 I'm in a Dancing Mood
9 Dialogues for Jazz Comboand Orchestra - Adagio [Quartet version]
10 Blue Rondo a la Turk
11 Take Five

Besetzung

Dave Brubeck (piano)
Paul Desmond (alto sax)
Joe Morello (drums)
Eugene Wright (bass)
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So bewerten wir:

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06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger