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Reviews

Lake of Tears

Ominous


Info

Musikrichtung: Dark Rock

VÖ: 19.02.2021

(AFM / Soulfood)

Gesamtspielzeit: 44:26

Internet:

http://www.lakeoftears.net

Viele Köche verderben den Brei, aber das ist keine Garantie, dass man Überflieger produziert, wenn man alles allein macht. Auf Ominous sind Lake of Tears mit Daniel Brennare identisch – und es gelingt ihm wirklich hervorragend diese düstere und gleichzeitig warm und harmonische Atmosphäre zu erschaffen, die Lake of Tears einmal groß gemacht hat. Aber um erneut ein großes Album zu erschaffen, fehlen doch ein wenig die Ideen für neue Songs. Vielleicht hätte sich der eine Koch doch um die eine oder andere kreative Küchenhilfe verstärken sollen.

Das sollte nun niemanden davon abhalten, sich die neue Scheibe zuzulegen. Lediglich zwei Stücke würde ich als nun wirklich redundant bezeichnen. Da wäre das belanglose mit Streichern verzierte „Omnious too“. (Immerhin gehört der erste Teil des Titelsongs zu den rockigen Highlights des Albums.) Und da wäre der „Cosmic Sailor“, der nicht zuletzt durch einen langen Dauerton in der zweiten Hälfte, bei dem wenig mehr passiert als ein leichtes Pulsieren, auf seine Länge gebracht wird.

Das Album beginnt recht vielversprechend mit kraftvollem Dark Rock, der allerdings eher von der überzeugenden Atmosphäre, denn von erkennbarer Melodie oder Rhythmus lebt. „In Wait and in Worries“ ist dann so etwas wie eine Überleitung zu dem mit schleppendem Bathory-Druck daher kommenden „Lost in a Moment“. Das epische Pathos von Bathory ist überhaupt die zweite Säule neben der Lake of Tears-Atmosphäre, die Omnious trägt.

„The End of this World” ähnelt „In Wait and in Worries“, zeichnet sich aber durch donnernde Drums aus, die – wenn uns in der Besetzungsliste nichts verschwiegen wurde – genau wie die bereits erwähnten Streicher aus der Dose kommen müssten.

Das Album verabschiedet sich mit dem hellsten und melodischeren Stück, dem eher akustisch angesetzten „In Gloom“.

Omnious ist kein schlechtes Album, aber ich befürchte, viele Fans werde es eher als Anregung nehmen, die alten Alben wieder mal hervorzukramen, statt den Neuling in die Dauerrotation zu schieben.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1At the Destination 4:14
2In Wait and in Worries 6:47
3Lost in a Moment 5:59
4Ominous One 2:58
5Ominous too 4:31
6One without Dreams 5:13
7The End of this World 3:53
8Cosmic Sailor 7:18
9In Gloom 3:33

Besetzung

Daniel Brennare (Voc, Git, Keys)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger