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Reviews

Wobbler

Dwellers of the Deep


Info

Musikrichtung: Progressive

VÖ: 23.10.2020

(Karisma)

Gesamtspielzeit: 45:41

Internet:

http://www.wobblerofficial.com

Wobbler - alleine der Name klingt schon nach den Blasen schlagenden Lichteffekten der 70er Jahre. Ich sage bewusst nicht nach Lava-Lampen, denn damit verbinde ich wärmere Klänge, etwa Sludge, heute vielleicht auch Stoner Sounds. Damit aber haben Wobbler nichts zu tun. Das – wie die Homepage - in transparent blau-grüner Farbgebung gehaltene Artwork passt dagegen, wie Faust aufs Auge zu der Musik der Band, die vielleicht nicht zufällig aus Norwegen kommt.

Es ist lange her, dass ich eine aktuelle Scheibe gehört habe, die man mir so leicht als Wiederveröffentlichung aus den frühen 70ern, am besten noch aus Italien, hätte unterjubeln können. Denn die Yes-Parallelen, die ich mir zuerst notiert habe, sind nur eine Assoziation, die Dwellers of the Deep wach ruft. Phasenweise wären eher Bands wie PFM zu nennen, die deutlich krautiger sind, als die Briten.

Diese beiden Pole werden nicht zuletzt bei „Merry Macabre“, dem längsten Stück des Albums deutlich. Da gibt es den hohen Gesang und die häufigen Breaks, die stark an Jon Andersons Truppe erinnern. Die treibenden Gitarren kennt man von ihnen so eher nicht und dermaßen versessen auf Vintage Orgeln waren die wechselnden Tastenzauberer der Briten ebenfalls nicht.

Gleich beim Einstieg des Openers „By the Banks“ tritt neben dem krautigen Sound noch ein zweites für Wobbler charakteristisches Moment zu Tage – die wummernde Orgel, gespielt von Lars Fredrik Frøislie, dessen Seite auf der Band-Homepage aussieht wie ein Museum für Vintage-Orgeln.

Zwischen den beiden Longtracks stehen zwei Stücke, die ganz unterschiedliche Seiten der Band zum Ausdruck bringen. Da wäre zum einen das treibende „Five Rooms“, das die Yes-Anleihen mit Streicher-Arrangements und deutlich härteren Gitarren verbindet – der Rocker auf Dwellers of the Deep. Ganz auf der anderen Seite befindet sich die dezente Akustiknummer „Naiad Dreams“, das kürzeste Stück des Albums.

Klasse, dass es solche Bands heute noch / wieder gibt!!!



Norbert von Fransecky

Trackliste

1By the Banks13:49
2Five Rooms 8:28
3Naiad Dreams 4:24
4Merry Macabre19:00

Besetzung

Lars Fredrik Frøislie (Keys, Back Voc)
Kristian Karl Hultgren (B, Klarinette, Blockflöte)
Martin Nordrum Kneppen (Dr, Perc, Blockflöte)
Andreas Wettergreen Strømman Prestmo (Voc, Git, Glockenspiel, Perc)
Geir Marius Bergom Halleland (Lead Git, Back Voc)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger