····· Lari und Lukas Dopfer halten an der Souveränität Gottes fest ····· Die Folk-Punk-Legende Flogging Molly streamt Konzert am St. Patrick’s Day ····· Rezet begrüßen Lorenz Kandolf an der Bassgitarre ····· Jazz-Fans aufgepasst! Ein neues Buch über Art Blakey ····· Saga machen ihre Fans zu den Stars ihres neusten Musik-Videos ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Arakain

Legendy


Info

Musikrichtung: Hard Rock / Metal

VÖ: 01.04.1995

(Popron)

Gesamtspielzeit: 28:01

Internet:

http://www.arakain.eu

In unseren Breiten eher unbekannt hat die 1982 gegründete tschechische Band Arakain zwischen 1990 und 2016 immerhin 18 Studioalben veröffentlicht. Bei einem Tschechien-Urlaub ist mir 1995 das damals aktuelle Album Legendy in die Hand gefallen, das nun im Rahmen meiner 25 Years after-Kolumne besprochen wird.

Das Konzept ist einfach. Acht Rock-Klassiker werden im Thrash-Gewand und vor allem in tschechischer Sprache präsentiert. Das funktioniert erstaunlich gut und je besser, je rauer der Stoff ist. Die Sprache klemmt vor allem bei den beiden etwas melodischeren Songs von Uriah Heep und Slade, aber auch nur etwas. Gleich bei eröffnenden Kracher von Deep Purple passen die Vocals perfekt – eins der Highlights des Albums.

Im Zentrum stehen Hard Rock und Metal – und da vor allem die ganz großen und zentralen Acts. Etwas überraschend sind höchstens die Glam-Popper Slade und die klassischen Blues Rocker Grand Funk Railroad, die mit „Derniera (Zbývá už jen mávnout)“ die ruhigste Nummer zu Legendy beisteuern. (Näher gelegen hätte eigentlich neben dem Zentrum, das aus den vier klassischen Hard Rockern der 70er besteht, der Rückgriff in die 60er mit den Beatles und den Stones, sowie der Vorgriff auf den Heavy Metal der 80er mit Judas Priest und Maiden.)

Aber sei’s drum. Die Band hat hier wohl ihren Vorlieben gefrönt. Die Auswahl der Titel ist dann eher nahe liegend. Überraschend ist höchstens bei Sabbath die Auswahl von „Snowblind“, das hier nicht ganz so düster und schleppend kommt, wie im Original. Man merkt, dass hier keine Doom-, sondern eine Thrash-Band covert.

Highlight ist neben dem bereits erwähnten Opener „Fireball“ Judas Priests „Breaking the Law”, das hier zum „Chameleon“ wird. Eigene Akzente setzen „Eleanor Rigby“ mit seiner in diesem Kontext ganz eigenen Rhythmik und Slades „Far far away“ mit seiner schönen Einleitung auf der akustischen Gitarre.

Legendy hört sich ganz einfach gut durch und ist natürlich ein toller Überraschungs-Gimmick auf jeder Rock-Party. Das Album kommt mit Booklet mit tschechischen Texten und ebensolchen Liner Notes.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Karambol; „Fireball“ - Deep Purple (1971) 3:46
2Eleanor Rigby; Beatles (1965) 2:20
3Hymna Zoufalcu; „Immigrant Song“ - Led Zeppelin (1970) 2:09
4Slecna závist; „Lady in Black“ - Uriah Heep (1970) 4:44
5Snežná slepota; „Snowblind“ - Black Sabbath (1973) 4:29
6Dál dál se ptej; „Far far away“ - Slade (1974) 3:17
7Chameleon; „Breaking the Law“ - Judas Priest (1980) 2:14
8Derniera (Zbývá už jen mávnout); „Railroad“ - Grand Funk Railroad (1973) 4:47

Besetzung

Aleš Brichta (Voc)
Jirí Urban (Git, Back Voc)
Miroslav Mach (Git, Back Voc)
Zdenek Kub (B, Back Voc)
Marek Žežulka (Dr, Perc)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger