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Reviews

Silent Fires

Forests


Info

Musikrichtung: Abstract / Chillwave / Neo-Classical / Downtempo / Ambient / Experimental

VÖ: 06.12.2019

(AMP Music & Records)

Internet:

https://www.alessandrosgobbio.it
http://www.alessandrosgobbio.it/portfolio/silent-fires/

Der italienische Komponist und Pianist Alessandro Sgobbio hat bereits einige Soloalben realisiert und an einigen Projekten mitgearbeitet. Für seine neuen Kompositionen hat er mit den norwegischen Violinisten Ha&#778;kon Aase und der ebenfalls norwegischen Hilde Marie Olsen an der Trompete und den Effekten zwei grandiose MusikerInnen aus dem Bereich Klassik / Jazz und Experimental um sich geschart. Dazu kommt mit der ebenfalls aus Norwegen stammenden Karoline Wallace noch eine Sängerin mit ebenfalls viel Erfahrung in den Bereichen zwischen Jazz, Klassik und Contemporary Jazz.

Die elf Kompositionen sind naturgemäß stark vom Piano bestimmt, dieses gibt die durchweg melancholischen Melodien in all ihren Facetten vor. Darüber liegt die Violine, welche zwischen sehnsüchtigen klassischen Klängen und sanften Tönen ebenso changiert wie auch immer wieder mal experimentellerer, dem Contemporary entlehnte Klänge von sich gibt. Es dominieren jedoch die melodiösen Teile, die experimentellen dienen mehr den spitz gesetzten Effekt. Das trifft auch auf die Trompete zu, wenn sie denn mal auftaucht, denn die Violine ist schon wesentlich präsenter.

Hilde Marie Olsen tobt sich viel lieber mit ihren perfekt gesetzten elektronischen Effekten aus, die auf diesem Album so präsent sind, wie ich es noch auf keinem vergleichbaren Album aus der Neoklassikecke gehört habe. Aber das Rauschen, das elektronischen Knistern und was sie noch so alles zaubert, gibt dieser melancholischen Stunde Musik den perfekten surrealen Untergrund. Und wenn sie dann doch mal ihre Trompete auspackt, wechselt die von unheilvollem, sanften Brummen über zum wundervollen glockenhellen Klang.

Das zu diesem spannenden und berührenden Mix nur eine außergewöhnliche Stimme passt, versteht sich von selbst. Und die wurde mit Karolin Wallace definitiv gefunden. Die sehr hohe und helle Stimme wirkt zu den meisten Songs zerbrechlich und verletzlich, wie es die Musik auch ist. Doch manchmal packt sie dann ihr ganzes Volumen aus und klingt dann wie eine Mischung aus Björk und Kate Bush. Viele Passagen erinnern mich ob der Mischung Piano und Gesang an Kates letztes Album 50 words for snow.

Insgesamt finden wir auf diesem Album elf klasse umgesetzte Kompositionen mit einem kleinen Experimentalanteil und ganz viel klassischer Melancholie. Ein Winteralbum.



Wolfgang Kabsch

Trackliste

1En Astheneìa
2From The Entrance Of Love
3Similar Lymphs
4Luce Della Perfezione
5Love
6Silent Fires
7Qâf
8Prajnà
9The Light Of The Lights
10Banyak
11Alla Volta Del Sole

Besetzung

Composed By, Producer: Alessandro Sgobbio
Piano: Alessandro Sgobbio
Trumpet, Effects: Hilde Marie Olsen
Violin, Percussion: Ha&#778;kon Aase
Vocals: Karoline Wallace

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger