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Reviews

Mudfish

Same


Info

Musikrichtung: Rock/Indie Rock

VÖ: 25.10.2019

(Paraply Records/Border Music )

Gesamtspielzeit: 31:44

Internet:

https://www.facebook.com/pg/Mudfish-271811922851847/community/
http://www.paraplyrecords.se/index.html
http://www.hemifran.com/index.html

Gradliniger Rock, ganz im Stil vergangener Jahrzehnte, ich spüre die Siebziger, die Botschaft tönt mit einem positiv wirkenden Ausdruck aus den Boxen, ganz unkompliziert… (“la la la la lucky me“), dabei mit Engagement vorgetragen. So bereitet es in der Tat gute Laune, wenn solche Songs wie “Hallelujah I’m Falling“ erklingen, denn die Musik ist dermaßen frisch und wirkt recht unkompliziert. So kommt man rasch zur Sache und eröffnet einen schnellen Zugang, teilzuhaben an dieser positiv ausstrahlenden Atmosphäre.

Die schwedische Band Mudfish aus Borås ist seit 2013 wieder regelmäßig aktiv und wurde durch die von Hemifran/Paraply Records veröffentlichten Sampler “Home Is Where The Heart Is” aus 2014 und “Won’t Be Home For Christmas” aus 2017 noch ein wenig bekannter. Doch erst jetzt wurde es Realität, ein erstes Album, eigentlich bereits seit Jahren geplant. Vorab schickte man Singles voraus, beide auf dieser CD enthalten, “Propeller Man” und ”Tug Of The Undertow”.

Einzige Konstante der Band sind die beiden Musiker Joakim Lövgren und Åke Strömberg, die auch alle Titel komponiert haben. Mit ”Tug Of The Undertow” gibt es die erste Ballade des Albums, ein Song voller Harmonie und Melodik, hier hätte ich mir etwas mehr Emotion im Gesamtausdruck gewünscht, auch im Gesang. Diese Emotionen kommen in erster Linie eher bei den Rockern zum Ausdruck, so bei “I’m Okay“, das auch wieder einen sehr fröhlichen Charakter aufweist. Auch “Kiss Of Promise“ ist für mich einer der Höhepunkte, ein echt kerniger Rocksong, ebenso wie “Propeller Man“, hier hätte ich als Single allerdings eher “Kiss Of Promise“ ausgewählt, weil ich diesen Song noch für etwas griffiger und zugänglicher empfinde.

Doch so ganz auf Emotion in Verbindung mit einer Ballade muss man dann doch nicht verzichten, denn “Winter’s Come To Life“ ist ein recht außergewöhnlicher Song, einer, den man recht schwer einordnen kann und der einen stark individuellen Charakter trägt. Er wirkt in etwa so gemütlich, wie man sich vorstellen kann, in der kalten Winterzeit vor einem knisternden Kamin zu sitzen, eine gemütliche Runde von Freunden, und wenn dann dazu die Bläser einsetzen, laut Line-up The Beautiful Boda Brass Band, dann wird es noch heimeliger und es kann einem ganz warm ums Herz werden. Ich denke, mit dieser Bläserformation sollte man noch öfter zusammenarbeiten, mich erinnert die Stimmung an Songs, wie ich sie einst von der britischen Formation Home Service kennen und lieben lernte.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Lucky Me (3:54)
2 Hallelujah I’m Falling (3:31)
3 Tug Of The Undertow (4:11)
4 I’m Okay (2:50)
5 What You Say (3:22)
6 30 Minutes (2:37)
7 Kiss Of Promise (3:55)
8 Propeller Man (2:42)
9 Winter’s Come To Life (4:39)

Besetzung

Joakim Lövgren (lead vocals, harmonica, percussion)
Åke Strömberg (guitar, percussion, vocals)
Mats Svedberg (guitar)
Christer Rudmyr (guitar)
Anders Nilsson (keyboards, vocals)
Johan Novenius (bass, vocals)
Ulf Svedberg (drums)
+ The Beautiful Boda Brass Band (Jonathan Dahlesjö, Gunnar Hultgren, Lars & Martin Oscarsson, Anton Sundbaum)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger