····· Madsen machen den Anfang für ein Selig-Tribut-Album ····· Nur das Bier ist beim limitierten Unzucht-Boxset nicht enthalten ····· Der Sampler #fürdich liefert 13 Lobpreis-Hymnen ····· Spektakuläre AC/DC-Tribut-Tournee von Barock ····· Die Stockholmer Band Then comes Silence unterschreibt bei Oblivion / SPV ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Renaud-Gabriel Pion feat. Bill Frisell, Michel Massot, Jean Paul Dessy

Spiritus


Info

Musikrichtung: Jazz / Klassik / Post Jazz

VÖ: 27.09.2019

(Radiofrance editions / Signature)

Gesamtspielzeit: 70:52

Internet:

https://www.renaudgabrielpion.org/

Der Komponist und Klarinettist (und andere Instrumente) Renaud-Gabriel Pion hat mit Spritus einen unglaublich schönen und beachtenswerten Musikzyklus erschaffen und mit einem kleinem Staraufgebot zusammen eingespielt. So recht einordnen lassen will sich das ganze nicht. Es überwiegt ein perfekt instrumentierter und wunderschöner Jazzsound mit klassischem Anteil. Langsam bauen sich schöne Melodien mit sehr viel Atmosphäre auf, werden von klassisch angehauchten Bläsern und Cellos verziert und entführen den Hörer in wunderbare Traumwelten.

Doch dann fügt auch mal Bill Frisell seine etherischen Gitarrenklänge ein, bringt die Musik mit rockigen Riffs in Richtung Postrock und David Sylvians Ambientpop. In “Lament (for David Bowie)“ trifft dann eine molllastige Klassik auf eine rockige Gitarre und wird zum Schluss mit hypnotischen Perkussionen veredelt. Dann darf es auch mal etwas schräger mit sanften Cellos, konterkarierenden Bläsern und rockigen Gitarren losgehen. “Lutenist“ wandelt sich dann über eine jazzige Passage hin zu psychedelisch angehauchten Gitarren und schwebt mit kleinen Ecken und Kanten davon.

Es ist schwierig, diese Musik zu beschreiben, aber ganz und gar nicht, sie zu hören. Bei allen Ausschweifungen, die auch alle dezent und an die richtigen Stellen gesetzt sind, kehrt das Album immer wieder zurück zu seiner sanften und erhabenen Schönheit.

Da jeder weitere Versuch dieses Album zu beschreiben zum Scheitern verurteilt ist, kann ich jedem offenen und interessierten Musikfan zwischen Jazz, Rock und Klassik nur empfehlen hier reinzuhören. Die instrumentalen Beiträge sind über jeden Zweifel erhaben und der Klang ist ebenfalls perfekt.

Ein wunderbar (anderes) Album zum Relaxen und Dahinschmelzen, aber mit den nötigen Ecken und Kanten um zu jederzeit hochinteressant zu bleiben.



Wolfgang Kabsch

Trackliste

115294:22
2 Aeon6:28
3 Quintes4:07
4 Art in vain4:59
5 Irisation4:15
6 Hymne4:15
7 Lament (for Davis Bowie)5:28
8 Lutenist6:01
9 Harmodal4:30
10 Equinunk4:29
11 Agon4:54
12 Mardi gras4:56
13 Caravagesque5:07
14 Tanzabend (for Pina B.)7:01

Besetzung

Renaud-Gabriel Pion: Bass Klarinette, Cor Anglais, Saxophon, Basharpa, Komposition und Leitung
Bill Frisell: Elektrische Gitarre
Sebastian Fournier: Countertenor
Emillie Massot: Cello
Guillaume Francoios: Cello
Jeean-Paul Dessy: Cello
Michel Massot: Tuba
Bastian Still: Tuba
Didier Havet: Tuba
Daniel Clampolini: Tuular Bell, Marimba
Michael Gasche: Trompete
Alexandre Berton: Schlagzeug

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger