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Reviews

Prince

Chaos And Disorder


Info

Musikrichtung: R&B/Pop-Rock-Fusion

VÖ: 13.09.2019 (1996)

Legacy (Warner)

Gesamtspielzeit: 39:13

Internet:

https://www.prince.com/
https://www.promo-team.de/
https://www.legacyrecordings.com/

Prince alias Prince Rogers Nelson lebte vom 7. Juni 1958 bis zum 21. April 2016. Stets war er ein musikalisch umtriebiger Musiker, der so manch eine Perle veröffentlichte, nachdem ihn der Erfolg von “Purple Rain“ 1984 ganz nach oben brachte. Nach seinem Tode wurden nach und nach verschiedene Platten neu oder erstmalig veröffentlicht.

So zählt Chaos And Disorder zur mittlerweile dritten Veröffentlichungswelle als Zusammenarbeit von Prince Estate und Legacy Recordings. Das Album war seinerzeit (1996) das achtzehnte Studioalbum des Musikers, damals noch nicht unter seinem Namen, sondern dem Pseudonym des Symbols erschienen. Eine Single warf das Album ab, “Dinner With Delores“ b/w “Right The Wrong“.

Seinerzeit unterlag Prince noch vertraglichen Verpflichtungen, und in diesem Rahmen wurde auch Chaos And Disorder damals veröffentlicht. Gleichwohl versuchte man nicht, irgendwelche Reste zusammenzusuchen für das Album, sondern die Musik floss eigentlich recht locker dahin, recht gute Pop/Rock-Musik, sicher nicht vom Anspruch her an die besten Platten des Meisters angelehnt, aber letztlich mit viel Spielfreude behaftet.

Gleich der Opener rockt und funkt satt, mit kraftvollem Gitarreneinsatz ausgestattet. Und zwischendurch werden immer wieder kleine Nuancen eingebaut, kleine Gags, die den Song gut abrunden. Und so geben sich verschiedene Stil-Ausprägungen die Klinke in die Hand, “I Like It There“ ist ein kraftvoller Rocksong, “Dinner With Dolores“ ein feiner ruhiger Song mit einer charmanten Ausstrahlung, in bester Pop-Manier vorgetragen, “The Same December“ weist typisch verspielte Prince-Elemente auf, “Zannalee“ paart R&B mit deftigem Rock, noch einmal typisch Prince pur – wie zu Zeiten von “Diamonds And Pearls“, das ist “I Rock, Therefore I Am“, und satter Funk wird dann noch einmal mit “Dig U Better Dead“ geboten.

So ist diese Platte, gemessen an einigen anderen des Künstlers, sicher nicht eine in der ersten Reihe, doch schließlich auch nicht enttäuschend oder wie zusammengesammelt erscheinend, sondern absolut ernsthaft gespielte und produzierte Musik verschiedener Schattierungen, aber stets als Ausdruck des Markenzeichens Prince zu werten.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Chaos and Disorder (4:20)
2 I Like It There (3:15)
3 Dinner With Delores (2:46)
4 The Same December (3:24)
5 Right the Wrong (4:39)
6 Zannalee (2:43)
7 I Rock, Therefore I Am (6:15)
8 Into the Light (2:46)
9 I Will (3:36)
10 Dig U Better Dead (4:40)
11 Had U (1:26)

Besetzung

Prince (vocals, guitars)
The New Power Generation:
Mr. Hayes
Tommy Barbarella
Sonny T.
Michael B.
additional performers:
Kirk Johnson
Rosie Gaines
The NPG Horns
Michael Nelson
Steve Strand
Brian Gallagher
Kathy and Dave Jenson
Scrap D.
Steppa Ranks
Michael Mac

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger