····· The Clash rufen London 40 Jahre danach ····· Seit 2012 erstmalig wieder mit Crazy Horse! Neil Young veröffentlicht am 25.Oktober die neue gemeinsame Platte Colorado ····· Abschiedstournee und umfassende Retrospektive der irischen Band Clannad im März 2020 ····· Ein Abend in New York - Eine Multi Media Show auf Tournee ····· Die britischen Progger Thieves Kitchen atmen den Geist des Ortes ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Atlantean Kodex

The Course Of Empire


Info

Musikrichtung: Epic Metal

VÖ: 13.09.2019

(Ván Records)

Gesamtspielzeit: 62:29

Internet:

http://www.atlanteankodex.de

Lange mussten die Fans ausharren, ob die Geschichte von Atlantean Kodex überhaupt fortgesetzt wird. Bandkopf Manuel Trummer besann sich allerdings eines Besseren und schenkt den Fans seiner Band doch noch ein neues Album. The Course Of Empire nennt es sich und wurde heiß von der traditionellen Metalszene erwartet, welche nach dieser Art von epischem und ernsthaftem Heavy Metal mit Hang zum Doom und klanglich großen Gesten dürstet. Wirklich viele Bands dieser Art gibt es schließlich nicht und in dem Genre müssen sich die Bayern nur mit den Briten Solstice messen.

Und auch wenn White Horse Hill ebenfalls eine ziemlich tolle Platte war, zieht man mit Leichtigkeit an ihr vorbei. Und das ganz ohne, dass man sich stilistisch groß verändert oder neu justiert hätte. Man geht seinen Weg einfach unbeeindruckt mit großer Leidenschaft wie gehabt weiter, drehte nur etwas an den Stellschrauben. Und an welchen genau, das kann man gleich am kräftig nach vorne peitschenden, ersten Epos „People Of The Moon“ festmachen.

Atlantean Kodex klingen 2019 eine Nuance rauer und heavier. Markus Becker hat einen Schritt nach vorne gemacht und zeigt sich ziemlich einnehmend, während man gleichzeitig stark an den Background- und Chorpassagen gearbeitet hat. Alles zusammen sorgt durchaus für Verzückung, während das Songwriting, wie gewohnt, von großer Güte ist. Man muss sich in die einzelnen Titel vielleicht etwas länger einhören als früher, findet beim ersten Hördurchlauf aber schon einiges zum Fäusterecken und Mitbrüllen sowie Melodien und Gitarrenläufe zum Schwelgen. Nach kurzer Zeit entfalten Nummern wie das knackige „Lion Of Chaldea“, das hymnisch federnde „Chariots“, die Epic-Doom-Oper „A Secret Byzantium“ oder der mit großer Bombastkeule zum Schluss kommende Titeltrack seine Wirkung.

Am Ende hat das Quintett ihrer weißen Göttin einen würdigen Nachfolger zur Seite gestellt, welcher einen noch eine Zeitlang musikalisch und inhaltlich beschäftigen dürfte.



Mario Karl

Trackliste

1The Alpha and the Occident (Rising from Atlantean Tombs)2:01
2 People of the Moon (Dawn of Creation)9:01
3 Lion of Chaldea (The Heroes' Journey)6:45
4 Chariots (Descending from Zagros)8:29
5 The Innermost Light (Sensus Fidei)3:34
6 A Secret Byzantium (Numbered as Sand and the Stars)8:55
7 He Who Walks Behind the Years (Place of Sounding Drums)8:53
8 Spell of the Western Sea (Among Wolves and Thieves)1:27
9 The Course of Empire (All Thrones in Earth and Heaven)10:46
10 Die Welt von Gestern (Abendland)2:43

Besetzung

Markus Becker (Gesang)
Carolie Baier (Gitarre)
Manuel Trummer (Gitarre, Keyboards)
Florian Kreuzer (Bass)
Mario Weiß (Schlagzeug)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger