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Reviews

Michael Jerome Browne

That’s Were It’s At!


Info

Musikrichtung: Folk-Blues-Soul-Fusion

VÖ: 19.07.2019

(Borealis Records )

Gesamtspielzeit: 43:09

Internet:

http://www.michaeljeromebrowne.com
https://borealisrecords.com/?v=3a52f3c22ed6
http://www.hemifran.com/index.html

Mein Weg führt mich nach Kanada, zu Michael Jerome Browne. Nach seinem letzten Album, “Sliding Delta“, sind bereits wieder etwa vier Jahre vergangen, und da wurde es Zeit für That’s Were It’s At!. Doch erneuten Blues in der Delta-Tradition gibt es hier nicht allein zu hören.

Vielmehr bietet uns der Musiker eine Mischung, die auch Interpretationen einiger Soul-Titel vorstellt, zum Beispiel mit „“Skeletons“ einen Song von Stevie Wonder oder “Somebody Have Mercy“ von Sam Cooke. Daneben gibt es erneut Eigenkompositionen und auch einen Ausflug in den Blues, hier: “Everybody Ought To Treat A Stranger Right“ von Blind Willie Johnson. “Pharaoh“ ist ein traditioneller Gospel-Song, und auch der Singer/Songwriter Randy Newman ist vertreten mit seiner Komposition “Louisiana 1927“.

Elektrische Gitarren wird man vergebens suchen, Browne spielt die Musik auf akustischen sechs- und zwölfsaitigen Gitarren, auch ein bundloses Banjo darf es mal sein. Und auf lediglich fünf Stücken gibt es Unterstützung von John McColgan am Schlagzeug. Weitere Gäste sind die auf den Titeln 4, 5, 7, und 12 beteiligten Sänger/innen, hierzu siehe die Tracklist.

Herrlich, wie der Mann in diesem ruhigen Umfeld eine Spannung erzeugt, die mit ganz viel Gefühl ausgefüllt ist. Sein Gitarrenspiel ist professionell und leidenschaftlich und trägt eine Menge Blues-Feeling in sich. So ist trotz der sparsamen Instrumentierung eine grandiose musikalische und ausdrucksstarke Fülle spürbar. Der eigenwillige und individuelle Gesang des Protagonisten wird durch die Gäste einfühlsam unterstützt und mit entsprechender Abwechslung versehen.

Am druckvollsten und stärksten nach vorn preschend sind die Songs mit Unterstützung des Drummers, gleich ganz großartig quillt rockender Blues aus den Boxen mit “Black Nights“, einer der für mich eindrucksvollsten Songs des eindrucksvollen Albums. Great stuff, Michael Jerome!!! Auf der Rückseite des Booklets gibt es noch die “Guitar Nerd’s Corner“. Hier ist zu lesen, a) welche Instrumente benutzt werden, und zwar eine Waterloo Jumbo King 6-string, eine 1970er Guild F-112 12-string, eine Hohner Big River Low D harmonica und ein modifiziertes Bob Thornburg Gourd Banjo, b) in welcher Tonart jeder einzelne Song aufgenommen wurde, Beispiel: “Track 1: Open Dm AKA Cross-Note (DADFAD), ½ step high (key of Eb)“. Alles klar?



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Don’t Ask Me Why (2:02)
2 Black Nights (3:21)
3 Skeletons (4:14)
4 Pharaoh (With Harrison Kennedy) (3:26)
5 Everybody Ought To Treat A Stranger Right (With Eric Bibb) (2:35)
6 Love’s A Funny Thing (3:09)
7 Remember When (With Roxanne Potvin) (3:12)
8 Here I Am (Come And Take Me) (3:58)
9 Louisiana 1927 (3:27)
10 Somebody Have Mercy (3:59)
11 Curtis&#146; Blues (2:10)
12 That’s The Way Love Is (With Harrison Kennedy) (3:04)
13 Where Is The Song? (2:51)
14 Pharaoh (Reprise) (1:39)

Besetzung

Michael Jerome Brown (vocals, 6- and 12- string guitars, rack harmonica, fretless gourd banjo)
John McColgan (drums - #1, 2, 3, 5, 8)
plus guest vocalists

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger