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Reviews

Son Volt

Union


Info

Musikrichtung: Americana/Indie Rock

VÖ: 28.03.2019

(Thirty Tigers)

Gesamtspielzeit: 39:12

Internet:

http://sonvolt.net/
http://oktoberpromotion.com/
http://www.thirtytigers.com/

Son Volt, gegründet von Jay Farrar, existiert nun bereits seit 1994.“Notes Of Blue“ hieß es 2017, und nun wird das neue Album Union vorgelegt. Und da fällt mir von Beginn auch sofort etwas auf, nämlich, dass die Musik eine andere Ausstrahlung als der Vorgänger hat. Das ist in der Basis der bekannte Independent Rock, da strömt viel von der Stimmung solcher Bands wie R.E.M., da erinnere ich mich an The Texicans, und einiges von The Byrds steckt im Ausdruck, allerdings auf eigenständige Weise, so wie man es von Son Volt kennt, interpretiert.

Und da ist natürlich Country Rock der alternativen Art immer noch im Sound integriert, ein Sound, der sich mittels seiner großartigen Harmonien sogleich tief in den Solarplexus bohrt. Dabei sind die Songs recht einfach gestrickt, Gitarrenrock mit sehr viel Emotion, druckvolles Schlagzeug und diese Mischung akustischer und elektrischer Gitarren, das ist es wohl, dass durch die schönen Melodien sofort anspringt. Dabei geht es Mr. Farrar so gar nicht um Schönheit und Beschaulichkeit, denn laut Pressemitteilung stellt er mit seinen Texten die derzeitige politische Situation in den Vereinigten Staaten von Amerika sehr in Frage und geht sehr kritisch und bissig damit um.

Die Stimmung der Musik ist durchgehend relativ gleichförmig, aber dadurch gewinnt sie sehr an Dichte und Intensität. Wenn sich dann einmal ein solcher ruhiger Song wie “Reality Winner“ herausschält, dann werde ich schon fast wieder wehmütig, denn ich muss hier ganz stark an die Musik meines ewigen „Lieblings-Byrds“, an Gene Clark, denken. Ja, dieser Song hätte so von ihm geschrieben und interpretiert worden sein!

Letztlich ist die überwiegend ruhige Atmosphäre als Markenzeichen dieser Platte eine große Stärke, denn diese Intensität wird ständig auf einem Level gehalten und nimmt die Sinne voll in Anspruch. Ein sehr tolles Album ist das für mich persönlich geworden, und losgelöst von meiner Subjektivität muss ich darüber hinaus dennoch feststellen, dass es besser in dieser Form gelungen ist als der Vorgänger. Hier zielt die Musik auf einen Punkt, hier ist die Atmosphäre aus einem Guss.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 While Rome Burns
2 The 99
3 Devil May Care
4 Broadsides
5 Reality Winner
6 Union
7 The Reason
8 Lady Liberty
9 Holding Your Own
10 Truth To Power Blues
11 Rebel Girl
12 Slow Burn
13 The Symbol

Besetzung

Jay Farrar (vocals, guitar)
Chris Frame (guitar)
Mark Spencer (piano, organ, lap steel, backing vocals)
Andrew DuPlantis (bass, backing Vocals)
Mark Patterson (drums, percussion)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger