····· Santana reist nach Afrika, das neue Album Africa Speaks steht vor der Tür…. ····· The Allman Betts Band, ein vielversprechender Name….. ····· Gov’t Mule veröffentlichen Live Album ····· Robert Randolph & The Family Band mit einem neuen Album: Brighter Days…. ····· Jubiläumsveröffentlichung von Tender von The electric Family als CD-DVD-Set ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Joseph Parsons

Digging For Rays


Info

Musikrichtung: Indie Rock

VÖ: 15.03.2019

(Blue Rose)

Gesamtspielzeit: 45:13

Internet:

https://www.josephparsons.com/#home-section
http://oktoberpromotion.com/
https://bluerose-records.com/

Joseph Parsons stammt ursprünglich von der Ostküste der USA. Im Laufe der Jahre pendelte er im Heimatland heftig hin und her, war zeitweise auch in Europa zu Hause. Heute lebt er in Deutschland.

Seine Musik ist jedoch international geprägt geblieben, und mit Digging For Rays veröffentlicht Parsons sein neues Album, das dreizehnte müsste es mittlerweile seit dem Debüt im Jahre 1989 sein. Und wieder strotzt die Musik voller Harmonie, in der Basis Rock, und dazu stets ein Schuss Folk Rock und das gewisse Quäntchen Indie Rock. Seine Stimme ist dazu ein wichtiger Ankerpunkt in der Musik, hat sie doch einen Wiedererkennungswert, immer mit einem kleinen Hauch Melancholie ausgestattet.

“Wide Awake“, der Starter, scheint sich auf musikalische Wurzeln der Achtziger zu berufen, ein sehr schöner Rocksong mit betörenden Harmonien, und diese Gelassenheit, mit der die Musik vorgetragen wirkt, bringt sie Hörern/innen sehr nahe. Und so zieht sich diese ansprechende Schönheit im Sound durch die ganze Platte, “Beautiful Lie“ ist in dieser Hinsicht auch sehr eingänglich, und wirklich ganz wunderschön als Liebeslied, und mein Favorit, das ist “Today“. Und das passt haargenau zum Titel der Platte, den Parsons selbst wie folgt erklärt, nämlich, dass er bedeuten soll, im Leben nach Licht und Leichtigkeit zu suchen, nach Hoffnung und Sonnenstrahlen. Wie er sich das vorstellt, kann man in den im Booklet abgedruckten Texten bei Bedarf nachvollziehen.

Und so kann man mit Fug und Recht feststellen, dass Parsons ein sehr guter Songwriter ist, und seine Texte in passende Musik hat kleiden können, Musik, die mit ihrer unkomplizierten Art etwas vermittelt, was heute nicht selbstverständlich ist, nämlich, die Verkündung einer Botschaft in den Vordergrund zu stellen und nicht in chartstaugliche und auf Erfolg gerichtete Arrangements zu richten. Diese Einfachheit und Schlichtheit sind es, die die Musik hell und voller Kraft strahlen lassen, und das aus vollem Herzen und mit ganz viel Gefühl und Seele. Das zeigt sich noch einmal besonders tiefgehend beim Solovortrag auf “Sad Parade“, Parsons begleitet sich auf der Gitarre. Diese Melancholie erinnert mich stark an die Ausstrahlung der Musik von John Gorka.

Der Opener “Wide Awake“ taucht noch einmal als Bonustrack auf, ja, “Hellwach“ ist die deutsch gesungene Version davon, mutig versucht sich Joseph an den Stolpersteinen deutscher Sprache.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Wide Awake (3:54)
2 Come Around (3:22)
3 Living Things (5:34)
4 Beautiful Lie (5:46)
5 Today (4:36)
6 Piracy (4:51)
7 Sad Parade (3:56)
8 Dreaming (4:46)
9 Long Road (4:14)

BONUS TRACK

10 Hellwach (Wide Awake) (4:13)

Besetzung

Joseph Parsons (vocals, background vocals, acoustic guitars, electric guitars, percussion)
Ross Bellenoit (electric guitars)
Sven Hansen (drums, percussion)
Freddi Lubitz (bass guitar, backing vocals, acoustic bass guitar)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger