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Reviews

Tom Petty (and the Heartbreakers)

The Best of Everything


Info

Musikrichtung: Rock

VÖ: 01.03.2018

(Geffen / Universal)

Gesamtspielzeit: 146:27

Internet:

http://www.tompetty.com

„Klappern gehört zum Handwerk.“ Okay, aber manchmal führen zu vollmundige Ankündigungen zu unnötigen Enttäuschungen. Als ich las, dass es sich bei The Best of Everything um einen Karriere umfassenden Rückblick über alle Phasen des Schaffens von Tom Petty handelt, habe ich damit gerechnet, dass unter anderem auch das eine oder anderen Highlight der Travelling Wilburys dabei sein würde. Auch die Aufnahmen der Touren, die Tom Petty und seine Heartbreakers als Begleitband von und mit Bob Dylan absolviert haben, schienen mir bemerkenswert genug für eine solche Compilation zu sein.

Aber es ist offenbar besser auch Presserklärungen so genau zu lesen, wie das Kleingedruckte in Versicherungsverträgen. Dann wäre von vorneherein klar gewesen, dass sich diese Best of auf drei Outputs erstreckt, auf Alben, die schlicht unter dem Namen Tom Petty erschienen sind, auf die Klassiker von Tom Petty and the Heartbreakers und auf die Alben, die unter dem Namen Mudcrutch veröffentlicht wurden. (Die Tracks von Tom Petty und Mudcrutch sind in der Tracklist entsprechend ausgewiesen.)

The Best of Everything präsentiert die 38 ausgewählten Stücke in bunter, weder historisch, noch nach den drei Veröffentlichungsvarianten sortierter Reihenfolge. Das ist insofern bemerkenswert, als es keine sonderlichen Brüche im Ablauf gibt. Im Gegenteil: Wenn es an der Compilation etwas zu kritisieren gibt, dann die gewisse Einförmigkeit der Stücke, aus denen vor allem einige überragende Hits heraus ragen. Gelegentlich wünscht man sich in dem über zwei Stunden laufenden Programm statt relaxtem Americana-Sound etwas mehr Biss. Vielleicht hätte man an der einen oder anderen Stelle auf Live-Versionen zurückgreifen sollen.

Auf der anderen Seite hat Tom Petty genug Trümpfe auf der Hand und seine Performance ist so charakteristisch, dass man bei jedem Stück sofort weiß: Das ist Tom Petty!

Die beiden CDs stecken in einem dreiteiligen Digi-Pack mit eingeklebtem Booklet, das ausführlich die Karriere Tom Pettys beschreibt und mit reichlich Bildmaterial, insbesondere von Plattencovern ausgestattet ist.

Fazit: Eine solide Best of, die mehr ist als ein schnelles Cash in!



Norbert von Fransecky

Trackliste

CD 1
1 Free fallin' (Tom Petty) (4:14)
2 Mary Jane's last Dance (4:32)
3 You wreck me (Tom Petty) (3:22)
4 I won't back down (Tom Petty) (2:56)
5 Saving Grace (Tom Petty) (3:45)
6 You don't know how it feels (Tom Petty) (4:47)
7 Don't do me like this (2:40)
8 Listen to her Heart (3:02)
9 Breakdown (2:42)
10 Walls (Circus) (4:24)
11 The Waiting (3:56)
12 Don't come around here no more (5:04)
13 Southern Accents (4:42)
14 Angel Dream (No. 2) (2:26)
15 Dreamville (3:47)
16 I should have known it (3:40)
17 Refugee (3:20)
18 American Girl (3:33)
19 The Best of Everything (Alternate Version) (5:27)

CD 2
1 Wildflowers (Tom Petty) (3:10)
2 Learning to fly (4:01)
3 Here comes my Girl (4:24)
4 The last DJ (3:30)
5 I need to know (2:23)
6 Scare easy (Mudcrutch) (4:36)
7 You got lucky (3:32)
8 Runnin' down a Dream (Tom Petty) (4:23)
9 American Dream Plan B (3:00)
10 Stop draggin' mny Heart around (feat. Stevie Nicks) (4:03)
11 Trailer (Mudcrutch) (3:19)
12 Into the great white Open (3:41)
13 Room at the Top (5:02)
14 Square One (Tom Petty) (3:26)
15 Jammin' me (4:03)
16 Even the Losers (3:34)
17 Hungry no more (Mudcrutch) (5:56)
18 I forgive it all (Mudcrutch) (4:14)
19 For real (previously unreleased) (3:52)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger