····· Im April kommen RPWL mit Stores aus dem Weltall auf Tour ····· "Von Kranichen und Bären": Konzert in Berlin am 15.12. ····· King Crimson laden mit drei Drummern zum 50. Geburtstag in die Spandauer Zitadelle ····· Europa-Tour von Siena Root im Frühjahr ····· Erster Teaser zum kommenden Avantasia-Album ist online ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Marius Danielsen

Legend Of Valley Doom Part 2


Info

Musikrichtung: Power Metal

VÖ: 30.11.2018

(Crime Records)

Gesamtspielzeit: 78:01

Internet:

http://www.mariusdanielsen.com
http://www.facebook.com/valleydoom

Fangen wir mal mit dem Namedropping an, dann haben wir das hinter uns. Und auch nur ein kleiner Ausschnitt, denn der Rest würde den Rahmen schon fast sprengen: Michael Kiske (Helloween, Unisonic), Blaze Bayley (ex-Iron Maiden), Tim Owens (ex-Iced Earth, ex-Judas Priest), Bruce Kulick (ex-Kiss), Jennifer Batten, Tom Naumann (Primal Fear), Matias Blad (Falconer), Jens Ludwig (Edguy) – und noch viele mehr. Szenegrößen geben sich beim Projekt des norwegischen Musiker Marius Danielsen die Klinke in die Hand und tragen das ihre zum Gelingen, dieser epischen Fantasy-Powermetal-Oper bei.

Was Tobias Sammat mit Avantasis (besonders mit den ersten beiden Alben) vorgemacht hat, exerziert der Gitarrist von Darkest Suns hier nach. In Sachen Opulenz nur noch ein Stück größer angelegt. Kitschig wird es dadurch immer wieder. Die Protagonisten übertreiben es glücklicherweise nie zu sehr. Ruhigere Momente wechseln sich mit hymnischen und kraftvollen ab, die Double-Bass ist ein guter Freund, große Melodien und Geklimper gibt es reichlich. Trotz der Größe und dem willentlichen Bombast tappt man nicht vollends die Plastik-Symphonic-Falle. Trotzdem lassen Happy-Metaller wie Freedom Call etwas zu oft grüßen. Bezüge zu Helloween und/oder Rhapsody (of Fire) sind immer wieder zu hören. Marius orientiert sich stark an ihnen, kocht aber doch sein eigenes Süppchen.

Und das mundet als Freund dieser Musikrichtung doch ziemlich ordentlich. Die meisten Songs sind gelungen und trotz der vielen Gäste nicht bloßes effektvolles Stückwerk. Wo das Potenzial der Kompositionen nicht ganz ausreicht, wird es von Stimmen wie der von Michael Kiske oder Blaze Bayley richtig ausgereizt. Und das beschwingte „Angel Of Light“ oder das anfangs ruhige, dann hymnisch explodierende „By The Dragon’s Breath“ sind sogar richtig gut. Bei letzterer Nummer, die sich als Hit der Platte entpuppt, scheint der Maiden-Einfluss etwas stärker durch.

Aber Legend Of Valley Doom Part 2 lebt nicht nur von den flotten Fegern, sondern gerade von den ruhigeren Momenten. „Tower Of Knowledge“ mit Falconer-Sänger Matias Blad ist zum Beispiel ein solches Exemplar. Manchmal nimmt aber auch hier der Pathos etwas überhand, wie beim Abschluss „We Stand Together“. Aber von einem großen Konzeptalbum wird das wohl auch erwartet.

Ich bin überrascht. Hätte von diesem Projekt nicht ein so gutes Album erwartet. Daumen nach oben für diesen kleinen Eskapismus-Geheimtipp!



Mario Karl

Trackliste

1King Thorgan's Hymn3:36
2 Rise of the Dark Empire6:47
3 Gates of Eunomia2:27
4 Tower of Knowledge5:51
5 Visions of the Night6:06
6 Crystal Mountains7:13
7 By the Dragon's Breath6:17
8 Under the Silver Moon6:22
9 Angel of Light6:26
10 Princess Lariana's Forest9:21
11 Temple of the Ancient God7:54
12 We Stand Together3:32
13 Tower of Knowledge (CD-Bonus)5:50

Besetzung

Vocals:
Michael Kiske (Helloween, Avantasia, Unisonic)
Tim “Ripper” Owens (ex-Judas Priest, ex-Iced Earth, ex-Yngwie Malmsteen)
Blaze Bayley (ex-Iron Maiden, Wolvesbane)
Olaf Hayer (ex-Luca Turilli, Symphonity)
Michele Luppi (Whitesnake, ex-Vision Divine)
Daniel Heiman (ex-Lost Horizon, Harmony)
Mark Boals (ex-Yngwie Malmsteen, ex-Royal Hunt)
Alessio Garavello (ex-Power Quest, A New Tomorrow)
Mathias Blad (Falconer)
Jan Thore Grefstad (Highland Glory, Saint Deamon)
Diego Valdez (Helker, Iron Mask)
Raphael Mendes (Urizen)
Per Johansson (Ureas)
Kai Somby (Intrigue)
Simon Byron (Sunset)
Anniken Rasmussen (Darkest Sins)
Peter Danielsen (Darkest Sins)
Marius Danielsen (Darkest Sins)

Guitars:
Bruce Kulick (ex-Kiss)
Matias Kupiainen (Stratovarius)
Jennifer Batten (ex-Michael Jackson)
Tom Naumann (Primal Fear)
Tracy G (ex-Dio)
Jens Ludwig (Edguy)
Jimmy Hedlund (Falconer)
Timo Somers (Delain)
Olivier Lapauze (Heavenly)
Luca Princiotta (Doro)
Andy Midgley (Neonfly)
Mike Campese
Billy Johnston (Beecake)
Sigurd Kårstad (Darkest Sins)
Marius Danielsen (Darkest Sins)

Bass:
Jari Kainulainen (ex-Stratovarius, Masterplan)
Magnus Rosén (ex-HammerFall)
Barend Courbois (Blind Guardian)
Jonas Kuhlberg (Cain's Offering)
Giorgio Novarino (ex-Bejelit)
Rick Martin (Beecake)

Keyboards:
Peter Danielsen (Darkest Sins)
Steve Williams (Power Quest)

Drums:
Stian Kristoffersen (Pagan's Mind)
Vinny Appice / on bonus tracks (ex-Black Sabbath, ex-Dio, ex-Heaven and Hell)

Choirs:
Marius Danielsen (Darkest Sins)
Peter Danielsen (Darkest Sins)
Jan Thore Grefstad (Highland Glory, Saint Deamon)
Anniken Rasmussen (Darkest Sins)
Alessio Perardi (Airborn)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger