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Reviews

Ruston Kelly

Dying Star


Info

Musikrichtung: Americana

VÖ: 07.09.2018

(Rounder Records)

Gesamtspielzeit: 53:25

Internet:

https://www.rustonkelly.com/
https://www.rounder.com/
http://oktoberpromotion.com/

Rounder Records, das weist mir grundsätzlich einmal den Weg in Richtung Country-Musik. Doch der junge, knapp 30-jährige Ruston Kelly ist mitnichten einer jener typischen Country-Interpreten. Mit seinem Debüt-Album Dying Star stellt er Musik vor, die zwar Spuren des Genres aufweist, aber auch Rock und die Sparte Singer/Songwriter werden berührt.

Das Album scheint wie eine Art Abrechnung mit seiner überwundenen Drogenabhängigkeit zu sein. Als er aus dem Krankenhaus entlassen war, dachte er angeblich über alles nach und so kamen ihm die Worte “Dying Star“ in den Sinn, der Titel für das Album, in Verbindung mit der Überwindung von der Drogensucht. So erklärt er im Einleitungstext im Booklet: This record is the sun setting, the blackness of night, and the courage to withstand the dark knowing light will be returning soon.. Zu jedem Song des Albums gibt es jeweils eine Erläuterung.

Gekleidet sind die Texte in ein melodisches Gewand mit auf Gitarren basierenden Arrangements. Ich empfange die Musik mit ihrem sehr sympathischen Ausdruck, sie erreicht mich sehr schnell, ist emotional sehr ausdrucksstark, sogleich erinnert mich die Atmosphäre auch stark an einige Songs von Jackson Browne, ganz besonders geht mir das bei “Mockingbird“ oder “Faceplant“ so. Ansonsten ist es Kelly gelungen, eine gute Mischung verschiedener Einflüsse zu einem Ganzen zusammenzutragen, da gibt es Spuren von Pop, Country meistens dann, wenn die Pedal Steel wichtige Akzente setzt, experimentelle Elemente gibt es auf “Son Of A Highway Daughter“ durch den Einsatz des Vokoders, und auch Neil Young wird atmosphärisch gelegentlich bemüht, wenn die Mundharmonika ertönt. Mitgeholfen haben der Vater Tim Kelly und Ehefrau Kacey Musgraves im Übrigen.

Letztlich kann man die Musik getrost in die Schublade Americana packen, angesichts der Einflüsse und der Ausprägung. Meist ist die Stimmung recht melancholisch geraten, in einer relativ ruhigen und beschaulichen Atmosphäre. Kelly besitzt Talent zum Schreiben guter und bewegender Songs und wenn er diesen Pfad weiter beschreitet, dann sollte das gut für ihn und für uns Musikliebhaber sein.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Cover My Tracks
2 Mockingbird
3 Son of a Highway Daughter
4 Paratrooper's Battlecry
5 Faceplant
6 Blackout
7 Big Brown Bus
8 Mercury
9 Anchors
10 Just for the Record
11 Trying to Let Her
12 Jericho
13 Dying Star
14 Brightly Burst Into The Air

Besetzung

Ruston Kelly (lead vocals, acoustic guitar, xylophone, harmonica)
Jarrad Kritzstein (12-string guitar, background vocals, electric guitar, Rhodes)
Tim Kelly (pedal steel)
Ian Fitchuk (piano, organ, drums, percussion)
Eli Beaird (bass)
Kyle Ryan (banjo)
Jon Green, Natalie Hemby, Kacey Musgraves, Kate York, Abby Sevigny and Joy Williams (background vocals)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger