····· Burning Witches enthüllen weitere Infos zu den Songs des kommenden Albums ····· Die Simple Minds bringen ihren Klassiker Street fighting Years neu an den Start  ····· Obskures early 70er Jahre Album von Barnabus erscheint erstmals ····· Cycle paaren Black Sabbath mit Hawkwind ····· Die erste Single aus dem dritten Cryptex-Album ist erschienen ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Brainstorm

Midnight Ghost


Info

Musikrichtung: Power Metal

VÖ: 28.09.2018

(AFM Records / Soulfood)

Gesamtspielzeit: 51:38

Internet:

http://www.brainstorm-web.net
https://www.facebook.com/officialbrainstorm

Ein neues Brainstorm-Album – eine Meldung, die den Heavy-Metaller durchaus freuen dürfte. Denn bisher unterschritt noch keine Platte der fünf Schwaben ein gewisses Qualitätslevel. Und auch wenn man sich kaum aus seine Komfortzone hinausbewegt, hat man doch immer genug feines Material auf Lager.

Das ist auch dieses Mal nicht anders. Aber etwas anders wollte die Band dann doch machen. Während man die letzten beiden Alben mit Achim Köhler aufnahm, wechselte man dieses Mal ins Studio von zu Orden-Ogan-Kopf Sebastian „Seeb“ Levermann. Die Befürchtung, dass hierdurch eine zu große Glättung des Brainstorm-Sounds stattfindet oder die fünf Herren sich in belanglosen Sphären einnisten, ist natürlich weitestgehend übertrieben, auch man den Vorwurf nicht komplett entkräften kann. Brainstorm wissen was sie wollen und eine „Orden-Organisierung“ fand nicht wirklich statt, auch wenn die Sound schon ziemlich modern fett ist und man großen Wert besonders auf die harmonischen Refrains legte, immer wieder etwas zu viel bombastischer Klimbim mitschwingt oder man auch kurze Hu-hu-Gesangspassagen findet. Doch darüber lässt sich durchaus hinweghören.

Vor allem deswegen, da die meisten Songs einfach verdammt gut sind. Man hört der Band die Laune an, die sie beim Schreiben und einspielen hatte. Zackig-hymnische Power-Songs wie „Revealing The Darkness“, „Ravenous Minds“ und „Haunting Voices“ wissen sofort zu begeistern. Flotte Stampfer der Marke „The Pyre“ und „Devil’s Eye“ nicht viel weniger. Balladeske Anflüge gibt es beim Abschlussstück „The Path“, die Epik-Keule wird bei „Jeanne Boulet (1764)“ (und das durchaus effektiv) geschwungen.

Unter dem aufgebohrten Klangbild stecken immer noch dieselben Brainstorm. Aber man scheint es nochmal richtig wissen zu wollen. Nicht umsonst hat man im Nachgang gleich zwei Touren gebucht. Man kann den fünf Herren hierzu also gratulieren!



Mario Karl

Trackliste

1Devil's Eye4:36
2 Revealing the Darkness4:46
3 Ravenous Minds5:02
4 The Pyre4:20
5 Jeanne Boulet (1764)7:47
6 Divine Inner Ghost4:38
7 When Pain Becomes Real4:58
8 The Four Blessings4:52
9 Haunting Voices5:46
10 The Path4:53

Besetzung

Andy B. Franck (Gesang)
Torsten Ihlenfeld (Gitarre)
Milan Loncaric (Gitarre)
Dieter Bernert (Schlagzeug)
Antonio Ieva (Bass)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger