····· Bleibe in Verbindung – das neue Solo Album von Clemens Bittlinger erscheint am 24. August ····· Paul Weller kündigt sein neues Album “True Meanings“ für den 14. September 2018 an. ····· Mal was anderes - The Run up touren vor Veröffentlichung ihrer kommenden EP ····· Stratovarius kündigen Enigma: Intermission 2 an ····· Creedence Clearwater Revival schenken ihren Fans zum 50. Geburtstag drei neu restaurierte Videos. ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Oh Maddie

Oh Maddie (EP)


Info

Musikrichtung: Indie Pop

VÖ: 15.06.2018

(Dog Heart Records)

Gesamtspielzeit: 21:40

Internet:

https://www.ohmaddieband.com/
http://www.facebook.com/ohmaddie/
http://www.brooke-lynn-promotion.de/

Diese britische Band namens Oh Maddie legt mit der gleichnamigen EP ein kurzes Statement vor, dass in die Richtung Indie-Rock schielt. Die beiden Musiker Ben Rowntree und Jack Pepper starteten ihre Zusammenarbeit Ende 2015. Diese EP ist ihr erster Tonträger. Die Pressemitteilung gibt zu verstehen, man höre ausdrucksstarken Americana-lastigen Rock ‘n‘ Roll.

Rowntree ist ein nervöser Sänger, oft scheint ihm die Luft auszubleiben, hört man ihn doch danach schnappen. Sein Ausdruck ist ein leicht rau-rotziger, eine gewisse Individualität beim Gesang kann man ihm nicht absprechen. Doch ob das wirklich ansprechend ist, wenn er darüber hinaus noch in einen dramatischen Fast-Sprech-Gesang verfällt?

Der dumpf-treibende Sound ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Gitarren und Keyboards und lässt mitunter Einflüsse der Neunziger erkennen, gleich zu Beginn blubbert der Synthie gewaltig, dazu werden auch die Siebziger bemüht, und der Song erweckt bei mir im Hinterkopf auch “Spirit In The Sky“ oder ähnlich gelagerte Pop-Songs jener Tage. Schade, dass die Slide-Gitarre, die wiederum Assoziationen zur Climax Blues Band zulässt, durch die Keyboards zugekleistert wird, denn an und für sich ist das ein gar nicht einmal so schlechter Pop-Song. Track drei, und Americana als auch Rock ‘n‘ Roll sind für mich noch immer weit entfernt. Dafür regiert noch immer Pop, Indie-Pop. Der Titelsong dröhnt dann übersteuert und ich weiß nun wirklich nicht, was hier angesteuert werden soll? Der Refrain klingt wie ein Mitsingreim für volle Kneipen, so etwas wie Gesang ist eigentlich Fehlanzeige, ein irgendwie überflüssiger Song, der Quellen jeglicher Art wild zusammenwürfelt ohne ein Konzept.

“Women And Men“ klingt freundlich und zugewandt und irgendwie amateurhaft, und erneut ist mir völlig unklar, warum dieser brummelnde Synthie den Song zerstört. Weg mit dem Teil in den Papierkorb, man sollte sich lieber auf die offensichtlich bestehende Fähigkeit, Songs einfach zu gestalten, reduzieren, damit deren Melodien auch in ein harmonischeres Gewand gepackt werden können. Ja, es gibt noch viel zu tun, gute Ansätze sind allemal vorhanden, mein Tipp wäre, sich mehr auch in Richtung Nick Cave zu bewegen, “Cold Up North“ wäre hier ein treffendes Beispiel für eine Richtung.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 I Don’t Like You
2 Youth
3 Puppy
4 Oh Maddie
5 Women And Men
6 Cold Up North

Besetzung

Ben Rowntree (vocals, guitar, piano)
Jack Pepper (drums)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger