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Reviews

The Wood Brothers

One Drop Of Truth


Info

Musikrichtung: Americana

VÖ: 08.06.2018

(Honey Jar Records)

Gesamtspielzeit: 41:37

Internet:

https://www.thewoodbros.com/
http://www.thirtytigers.com/
http://oktoberpromotion.com/

The Wood Brothers aus Boulder, Colorado, das sind Chris und Oliver Wood. “Ways Not to Lose” aus 2006 war ihr Debütalbum und bestach durch die akustische Ausrichtung der an und für sich Rock-orientierten Musik. Blues und Folk-Elemente waren Hauptbestandteil, mit dem Drummer Jano Rix fand man einen dritten Mitstreiter. Zwischenzeitlich hat sich ihre Musik entwickelt und erweitert. Dazu mag auch beigetragen, dass sich Chris in Jazz- und Fusion-Gefilden bewegte, als Medeski Martin & Wood.

One Drop Of Truth ist das sechste Album der Band, und es mischt Folk, Blues, Gospel, R & B und Jazz auf besondere Weise. Mit dem akustischen Bass (Jazz) und einer akustischen Gitarre (Blues) startet die Platte mit einem lasziven Song, vom Schlagzeug einfühlsam unterstützt. Nun, präsentiert wird eine besondere Art Americana, ganz cool und entspannt fließt die Musik, The Band konnten das wunderbar. Hier besitzt die Musik noch einen gewissen Swing und Bluesfeeling dazu, und bei “Happiness Jones“ scheint die Rhythm Section von STAX-Records mitzumischen, denn genau dieser Groove wird geboten, und gar die Orgel klingt nach Booker T., und gesanglich erinnert es mich an Dr. John. Nun, und genau so geht es weiter, ganz viele Spielarten aus der großen Spielkiste werden hervorgekramt und mit “Laughin‘ Or Crying“ scheint man gar eine Spur Tom Waits herausgepickt zu haben.

Ganz Beschauliches, Folk-Blues im Gepäck (#4), Schräges mit Blues-Anstrich (#5), Atmosphäre à la Ry Cooder (#6) und – das ist doch der Bass von “Walk On The Wild Side“ mit leichtem Blue-Eyed-Soul-Feeling (#8), so können wir uns auf sehr ungewöhnliche Klänge einstellen. Während mir der Gesang bei “Can’t Look Away“ sehr gut gefällt, hier atmet es ein wenig Little Feat, bin ich nicht durchgehend zufrieden mit dem Vortrag, weil mir oft eine gewisse Geschmeidigkeit fehlt, aber das ist letztlich auch Geschmackssache, denn Oliver’s Vortrag ist sehr charakteristisch und ausgeprägt, und passt grundsätzlich zu der ungewöhnlichen Stimmung der Musik, die absolut anders ist als das Übliche, meist bestimmt durch stark präsentes Schlagzeug, den elastischen Jazz-geprägten Bass und die verstärkte Slide-Gitarre.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 River Takes the Town (4:39)
2 Happiness Jones (4:07)
3 Laughin' or Crying (4:17)
4 Strange As It Seems (4:28)
5 Sky High (3:36)
6 Seasick Emotions (3:54)
7 This is It (3:44)
8 Sparkling Wine (4:44)
9 One Drop of Truth (3:38)
10 Can't Look Away (4:30)

Besetzung

Chris Wood (bass, vocals)
Oliver Wood (guitar, vocals)
Jano Rix (drums, vocals, shuitar, percussion, keyboards)
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So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger