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Reviews

Noisepicker

Peace Off


Info

Musikrichtung: Noise Rock / Blues Punk

VÖ: 11.05.2018

(Exile On Mainstream Records)

Gesamtspielzeit: 39:25

Internet:

http://www.noisepicker.org/
https://www.facebook.com/noisepickernoisepicker/

Exile On Mainstream haben mal wieder einen interessanten Act aus den Myriaden von Truppen gezogen, die irgendwie um Aufmerksamkeit betteln. Wobei Noisepicker der Firma gar nicht so fern liegen. Harry Armstrong, Sänger und Gitarrist des Duos, hat mit seiner anderen Band End Of Level Boss bereits einige Alben über das ostdeutsche Label veröffentlicht. Zusammen mit Schlagzeuger Kieran Murphy hat er nun diese Truppe gegründet.

Und wie klingt sie? Dafür müsste man wohl erst eine Schublade zimmern. „Doom-Punk-Blues“ könnte vielleicht draufstehen. Spuren von Noise-, Alternative- und Stonerrock, bzw. Doom findet man, punkiger Charme durchweht das Ganze und ja, tatsächlich auch ein richtiger Batzen gemeiner, kantiger Blues. Heraus kommt ein herrlich knarzender, ungehobelter Sound, der manchmal wirkt, als treffen Unsane auf Howlin' Wolf. Oder so ähnlich… genau, kann man das gar nicht sagen.

Während Murphy effektvoll durch die Songs schlurft, legt Armstrong seinen rostigen Gitarrensound drüber und stimmlich mutet es fast an, als watet er durch Mississippi-Schlamm. Herrlich intensiv und leidenschaftlich. Den Blues hat er definitiv immer wieder. Und genau diese Kombination mit dem kantigen Rocksound macht den speziellen Reiz von Noisepicker aus. Konventionell klingt das schon mal nicht, bringt aber einige doch relativ eingängige Songs mit hervor.

„No Man Lies Blameless“ ist ein passender Start in die rund 40-minütige Platte. „A Taste Of My Dying Soul“ führt das dann schön brummend weiter, „He Knew It Would All End In Tears“ ist ein schräger Working-Song und mit „O What Mercy Sorrow Brings“ hauen Noisepicker hauen erstmals so richtig derb auf den Putz. Die spannendsten Nummern sind tatsächlich die lässigen Midtempostücke. Mit „The Day When All Hope Died“ treibt das Duo das Ganze auf die Spitze. Ein schon fast epischer Track – cool stampfend mit hackendem Riffing, schlurfenden Drums, wobei sich die Band immer mehr selbst Richtung knackigem Punk-Blues treibt. Und trotz all dem Ungestümen vernimmt man auch eine gesunde Portion an Finesse, welche das Album durchgehend interessant bleiben lässt.

Schon interessant, was die zwei Herren hier veranstalten. Stilecht kommt Peace Off physisch ausschließlich auf Vinyl. Also Bonus liegt aber noch eine CD mit den zehn Songs bei.



Mario Karl

Trackliste

1No Man Lies Blameless3:37
2 So you're sick?3:05
3 A Taste Of My Dying3:03
4 He Knew It Would All End In Tears3:56
5 O What Mercy Sorrow Brings3:16
6 I Hear You Talking And It Sounds Like Bullshit To Me4:31
7 This Is How The World Will End4:28
8 Burning The Witch3:25
9 The Day When All Hope Died5:20
10 I Stood By Her Grave4:44

Besetzung

Harry Armstrong (Gitarre, Gesang)
Kieran Murphy (Schlagzeug)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger