·····  Little Steven feiert seine Comeback-Tour mit einem 3-CD Live-Set ····· Manfred "Sandstrahlmanne" Deiner verstorben ····· In der ersten Juli-Hälfte steht die Sciarrino-Oper Ti vedo, ti sento, mi perdo fünf Mal auf dem Programm der Staatsoper Unter den Linden ····· Ian Gillan und seine allererste Band sind wieder vereint ····· Die Aschaffenburger Metal Combo Enemy inside unterschreibt bei ROAR ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Coilguns

Millennials


Info

Musikrichtung: Mathcore/Experimental

VÖ: 23.03.2018

(Hummus Records)

Gesamtspielzeit: 38:53

Internet:

http://coilguns.ch/
https://de-de.facebook.com/coilguns/
http://www.gordeonmusic.de/
http://hummusrecords.bigcartel.com/

Die in der Schweiz heimische Band Coilguns veröffentlichte im Jahre 2013 ihr Debüt-Album, "Commuters". Donatien Thiévent ist zusätzlich als Musiker hinzugenommen worden. Er verstärkt die Band auf Millennials mit seinem Synthesizer-Spiel. Seit 2011 ist die Band aktiv mit einem bisherigen Output von vier EPs und einer LP.

Donnernde Drums und ekstatische Schreie, die von der massiven Klangwand der Instrumente in den Hintergrund gedrängt werden, eröffnen den Reigen dieser absolut nervös und ungezügelt wirkenden Musik. Was sich für mich wie ein Chaos anhört, wird wohl offiziell in die Schublade Mathcore/Experimental gesteckt. Laut Wikipedia soll es hierbei um eine Musikrichtung handeln, die sich aus Post-Hardcore, Jazzcore, Extreme Metal sowie Einflüssen aus Free Jazz, Industrial Metal, Progressive Metal, Metalcore und Technical Death Metal Anfang der 1990er in den USA entwickelte.

Nun gut, belassen wir es dabei, volle Verzerrung voraus. Dieses hat durchaus seinen Reiz, erstaunlich, dass sogar das Schlagzeug relativ zahm im Hintergrund agiert bei einigen Songs, allerdings nicht immer, so wie beim Titelsong, der echt gut abgeht mit einem total rotzig-frechem Ausdruck, hier steckt ungezügelte und raue Energie dahinter und erzeugen ein wahres Gewitter von brutal wirkender Instrumentenvergewaltigung. Schade eigentlich, dass Louis Jucker trotz seiner schreienden Vokal-Performance relativ stark untergeht und seine Texte irgendwie gar nicht wahrgenommen werden können.

Energiegeladen treibt die Musik durch die ganze Platte, mit wenigen Ruhepausen, doch der letzte Song beispielsweise, hier erinnert es mich an alte Zeiten, an jene, als junge Bands wie Pink Floyd, damals noch mit Syd Barrett, versuchten, einen neuen Klangkosmos zu erfinden. Und so empfinde ich speziell bei “The Screening“ ein Verlangen nach Fortsetzung einer solchen Ausrichtung.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 Anchorite
2 Deletionism
3 Millennials
4 Spectrogram
5 Music Circus Clown Care
6 Menieres
7 Wind Machines for Company
8 Self Employment Scheme
9 Blackboxing
10 The Screening

Besetzung

Louis Jucker (vocals, noises, guitar)
Luc Hess (drums)
Donatien Thie&#769;vent (synths, backing vocals)
Jona Nido (guitar)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger