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Reviews

Ray Cooper

Between The Golden Age & The Promised Land


Info

Musikrichtung: Folk, Singer/Songwriter

VÖ: 13.04.2018

(Westpark Music / Indigo)

Gesamtspielzeit: 46:59

Internet:

http://www.raycooper.org

Folkrock-Freunde kennen Ray Cooper (a.k.a. „Chopper“) sicherlich noch als charismatischen Bassisten/Cellisten der britischen Oysterband. Dieser kehrte er (genauso wie zwischenzeitlich seiner Inselheimat) nach fast einem Vierteljahrhundert vor fünf Jahren den Rücken, um sich komplett seiner Solokarriere zu widmen, welche er bereits 2010 mit dem Album Tales Of Love War And Death By Hanging startete.

Between The Golden Age & The Promised Land ist jetzt seine dritte Platte. Und man kann durchaus sagen, dass er sich spätestens damit als eigenständiger Künstler mit seiner Art von Folkmusik etabliert. Wobei sich Coopers Songs nicht immer komplett wie Folkmusik anhören. Das fließt zwar immer mit ein, man könnte ihn aber auch schlicht und einfach in die Schublade „Singer/Songwriter“ stecken. Althergebrachte Melodien und Geschichten lässt er immer wieder in seine Songs, am Ende erzählt er aber immer seine eigenen Geschichten.

Und diese sind vielfältig. Mal erzählt er über seine eigene Jugend, dann wieder über seine Liebe zu Venedig. Er greift historische Persönlichkeiten wie die syrisch-drusische Sängerin Asmahan oder den Astronomen Giovanni Battista Riccoli auf, wobei diese immer wieder auf die heutige Zeit bezogen werden. Beeindruckend wird Ray Cooper dabei immer besonders, wenn es um Krieg und Vertreibung geht. So sind die Highlights des Albums das tänzelnde „The Unknown Soldier Has A Name“ und die eindringliche Ballade „The Promised Land“, die sich um Bootsflüchtlinge früher im Rahmen der Völkerwanderungen und heute und ihre Sehnsüchte dreht.

Musikalisch gesehen ist Between The Golden Age & The Promised Land ein echtes Soloalbum. Zwar stand Oysterband-Produzent Al Scott Ray Cooper mit Rat und Tat zur Seite. Doch eingespielt und -gesungen hat der Musiker alles komplett alleine. Am meisten erklingen dabei Akustikgitarre und Mandoline, Cooper greift dieses Mal aber erstaunlich oft zum Piano, was der Musik des Mannes einen neuen Touch gibt. Und auch stimmlich hat er sich positiv weiterentwickelt.

Between The Golden Age & The Promised Land ist ein relativ ruhiges, ernsthaftes und auf seine Art romantisches (nicht romantisierendes!) Album zwischen Folk und Singer/Songwriter. Zudem auch optisch schön gestaltet und wer tiefer einsteigen möchte, findet im Booklet nicht nur die Texte zu den Songs, sondern auch noch Anmerkungen dazu – sogar auf Deutsch.



Mario Karl

Trackliste

1Drunk On Summer4:33
2 The Unknown Soldier Has A Name5:04
3 Little Flame4:40
4 Love & Vengeance5:30
5 Valentine's Day4:25
6 Ocean Of Storms4:33
7 Adieu Sweet Spanish Ladies4:10
8 The Promised Land4:41
9 The Golden Age5:50
10 Wayfaring Stranger3:33

Besetzung

Ray Cooper (Gesang, Klavier, Gitarre, Cello, Mandoline, Harmonika, Harmonium, Bass, Perkussion)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger