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Reviews

Angra

Ømni


Info

Musikrichtung: Power Metal

VÖ: 16.02.2018

(Ear / Edel)

Gesamtspielzeit: 60:50

Internet:

http://www.angra.net

Mit Holy Land hatten Angra mich seinerzeit voll gepackt. Gemeinsam mit Royal Hunt hatten sie Mitte der 90er so etwas wie ein eigenes Genre zwischen Power Metal, hymnischem Edel-Pop und symphonischem Prog begründet. Im Gegensatz zu Royal Hunt haben mich die Brasilianer nach der Jahrtausendwende aber nicht mehr so recht überzeugen können. Die Alben waren solide und unterhaltsam, dümpelten aber irgendwo im gehobenen Mittelfeld herum.

„Light of Transcendence“ blies dann kräftig in die Glut des verhaltenen Optimismus, mit dem ich an Ømni herangegangen bin. Es ist ein typische Hymne, wie sie für Angra in ihren besten Zeiten kennzeichnend war – melodisch und triumphalistisch mit Riffs und Keyboardfanfaren, die punktgenau an den richtigen Stellen gesetzt wurden. „Travelers of Time“ nimmt den alten Angra Faden an einer anderen Stelle auf. Statt hymnischem Bombast gewinnt die Nummer zu Beginn mit einer vertrackten Rhythmik und bäumt sich am Ende mit mächtigen Chören auf.

Vielleicht muss ich mich an „Black Widow‘s Web“ einfach noch etwas gewöhnen. Bislang will mir der angepisste Gesang, der stellenweise fast ins Growlen übergeht, für einen Act wie Angra noch nicht so recht passen.

„The Bottom of my Soul“ steht für die ruhigere Seite von Angra. Ein akustischer Einstieg (mit Banjo?) leitet einen kraftvoll elegischen Gitarren Rocker ein.

In einer zweiten Hälfte, in der – wie üblich – die etwas dunkler leuchtenden Stücke untergebracht sind, finden sich aber auch zwei der Highlights von Ømni. Da wäre zum einen „Caveman“, der wohl direkteste und effektivste Rocker des Albums, dessen Chorus „Inside the Cave“ schnell im Ohr hängt und vor allem die nach dem etwas überambitionierten Titeltrack längste Nummer des Albums, „Magic Mirror“, die alles an Bord hat, was progressiver Power Metal braucht. Sehr unterschiedliche Momente vom soften Piano und Streichern bis hin zu harten Gitarrenabfahrten werden mit gut gelungenen Überleitungen miteinander verbunden. Klasse!

Nein! Auf Augenhöhe mit Holy Land befindet sich Ømni noch nicht, aber ein Anwärter auf Platz 3 im Backkatalog ist das Album schon, sollte es den Test of Time bestehen.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1Light of Transcendence 4:36
2 Travelers of Time 4:28
3 Black Widow's Web 5:49
4 Insania 5:32
5 The Bottom of my Soul 4:19
6 War Horns 4:44
7 Caveman 5:53
8 Magic Mirror 6:58
9 Always more 4:44
10 Ømni - Silence inside 8:31
11 Ømni - Infinite nothing 5:15

Besetzung

Fabio Lione (Voc)
Rafael Bittencourt (Git, Voc, Chor)
Bruno Valverde (Dr, Chor)
Felipe Andreoli (B, Chor)
Marcelo Barbosa (Git)

Gäste:
Kiko Loureiro (Solo <6>)
Alissa White-Gluz (Voc <3>)
Sandy (Voc <3>)

Alessio Lucatti (Keys)
Nei Medeiros (Keys <4,9>

Dede Reis (Perc <2,3,6,7>)
Wellington Sancho (Perc <5,8,9,10>)
Tiago Loei (Perc <4>)

Alirio Netto (Chor)
Livia Dabrian (Chor)
Georgia Mello (Chor)
Claudya Franca (Chor)
Gus Soularis (Chor)

Renato de Sa String Ensemble

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger