····· Mit Joan Baez kommt eine Ikone des politischen Gesangs auf deutsche Bühnen ····· Die alte Depeche Mode - die 12“-Single wird reanimiert ····· „Ultraviolet“ ist die neue Single von Freya Ridings ····· Feuerschwanz gehen in der zweiten Jahreshälfte mit neuem Album auf Tour ····· Nach mehr als zehn Jahren erscheint in Juni ein neues Album von U96 ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Jamison Ross

All For One


Info

Musikrichtung: R & B / Fusion

VÖ: 23.02.2018

(Concord)

Gesamtspielzeit: 46:25

Internet:

https://www.jamisonrossmusic.com/
http://www.concordmusicgroup.com/
https://www.in-akustik.de/

Jamison Ross ist ein amerikanischer Musiker aus Jacksonville, Florida, er singt und spielt Schlagzeug, sein Debüt-Album erschien im Jahre 2015. Dieses wurde für einen Grammy nominiert in der Sparte “Best Jazz Vocal Album“. Und nun folgt der zweite Streich, All For One. Auch hier spielt er Schlagzeug und singt. Und der gesangliche Aspekt steht auf dem Album auch vor der Schlagzeugarbeit, die einfach nur zweckdienlich ausgeführt wird. Mit soulvoller Stimme trägt der Mann eine Mischung aus Rhythm & Blues, Gospel und ein wenig Jazz vor, eine Fusion, die auch in Richtung Smooth Jazz tendiert.

Doch zunächst startet die Platte mit groovendem Funk, der auch Spuren der Musik aus New Orleans aufweist. Nun, die Aufnahmen fanden schließlich unter anderem auch in jener Stadt statt. Allen Songs gemeinsam ist die emotional sehr engagiert wirkende Ausprägung des Gesangs, sei es bei solch sanft groovenden Nummern wie "Safe in the Arms of Love", das mich ein wenig an die Musik von Al Jarreau erinnert oder beim balladesken und stark am Jazz orientierten "Don't Go to Strangers“.

Immer ist gewährleistet, dass Ross dem Hörer sehr nahe ist. Ganz cool und dezent bluesig erscheint die Nummer von Mose Allison, “Everybody's Cryin' Mercy“, stark im Ausdruck ist die sehr gefühlvolle Version von “All For One“ mit einem mitten im Swing ausbrechenden Gitarrensolo, das dazu eine rockende Variante bietet, hier ist die Fusion perfekt gelungen, ein Song, der für mich zu den Höhepunkten der Scheibe zählt. Und zum Schluss gibt es Gospel, inklusive der fetten Hammond B-3, “Let’s Sing Again“, auch nur mit Gesang und Orgel eingespielt. Ein feiner Abschluss einer interessanten und abwechslungsreichen Platte mit leidenschaftlich vorgetragener Musik.



Wolfgang Giese

Trackliste

1 A Mellow Good Time
2 Unspoken
3 Don't Go to Strangers
4 Away
5 Everybody's Cryin' Mercy
6 Safe in the Arms of Love
7 Tears and Questions
8 Keep On
9 All For One
10 Call me
11 True Love (Interlude
12 My Ship
13 Let's Sing Again

Besetzung

Jamison Ross (vocals, drums)
Cory Irvin (Hammond B-3 organ, Fender Rhodes, Wurlitzer, background vocals)
Rick Lollar (guitars, background vocals)
Chris Pattishall (piano)
Barry Stephenson (bass)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger