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Reviews

R.E.M.

Automatic for the People (25th Anniversary Edition)


Info

Musikrichtung: College Rock

VÖ: 10.11.2017 (1992)

(Craft / Universal)

Gesamtspielzeit: 107:14

Vor 25 Jahren gingen R.E.M. durch die Decke – und wurden zu einer der überbewertetsten Bands aller Zeiten. Mit Automatic for the People konnten die US-Athener das ernten, was sie mit Songs wie „Losing my Religion“,„It’s the End of the World as we know It” und „Shiny happy People“ gesät hatten. Dieses Jubiläum wird mit einem recht opulenten Box-Set gefeiert. In einem stabilen Pappkarton liegen die CD und eine Live-CD in jeweils eigenen Stecktaschen, stabile Fotokarten der vier Bandmitglieder in CD-Größe, ein 16-seiteges Booklet mit Fotos und Liner Notes (leider ohne Lyrics) und ein auf 25-fache CD-Größe auffaltbares Poster.

Schick! Aber…

Automatic for the People bietet mit dem „The Lion sleeps tonight“-Gedächtnissong „The Sidewinder sleeps tonite“ und dem fantastischen „Man on the Moon“ zwei absolute Highlights. Neben dem okayen „Drive“, dem etwas geschichtslosen „Ignoreland“, dem sanften „Star me Kitten“ und dem soft melodischen „Find the River“ findet sich dann aber nur noch gepflegte Langeweile, bei dem mir tendenziell die Füße einschlafen.

13 Punkte ist mir das Album wert. Aber die 25th Anniversary Edition wertet auf – mit der oben beschriebenen schicken Ausstattung; vor allem aber mit der beigelegten Live-CD. Die bietet am Anfang vier Songs von Automatic for the People, das zum Zeitpunkt des Konzertes noch nicht erschienen war. Darunter ist zwar auch die Schlaftablette „Everybody hurts“, aber auch das geniale „Man on the Moon“ und „Drive“ hat deutlich mehr Arsch in der Hose als auf dem Studioalbum.

Danach wird es noch besser. Obwohl Kracher wie „ It’s the End of the World as we know It” und „Shiny happy People“ fehlen, kann mit dem Übersong „Losing my Religion“ und auch mit der Urgewalt von „Begin the Begin“ gepunktet werden.

Wer sich den Klassiker ins Regal stellen will, sollte definitiv zu dieser Jubiläums-Edition greifen.



Norbert von Fransecky

Trackliste

1 Drive (4:30)
2 Try not to breathe (3:49)
3 The Sidewinder sleeps tonite (4:06)
4 Everybody hurts (5:17)
5 New Orleans Instrumental No. 1 (2:12)
6 Sweetness follows (4:19)
7 Monty got a raw Deal (3:16)
8 Ignoreland (4:24)
9 Star me Kitten (3:15)
10 Man on the Moon (5:12)
11 Nightswimming (4:16)
12 Find the River (3:49)

25th Anniversary Bonus-CD: Live at the 40 Watt Club (19.11.1992)
1 Drive (5:51)
2 Monty got a raw Deal (3:21)
3 Everybody hurts (7:19)
4 Man on the Moon (6:28)
5 Losing my Religion (4:32)
6 Country Feedback (4:53)
7 Begin the Begin (3:28)
8 Fall on me (3:34)
9 Me in Honey (4:07)
10 Finest Worksong (5:28)
11 Love is all around (3:23)
12 Funtime (2:16)
13 Radio Free Europe (4:39)

Besetzung

Bill Berry
Peter Buck
Mike Mills
Michael Stipe
Bertis Downs
Jefferson Holt

Gäste:
Studio
Lonnie Ottzen (Violine)
Denise Berginson-Smith (Violine)
Jody Taylor (Violine)
Sou-Chun Su (Violine)
Sandy Salzinger (Violine)
Patti Gouvas (Violine)
Paul Murphy (Viola)
Reid Harris (Viola)
Heidi Nitchie (Viola)
Elizabeth Proctor Murphy (Cello)
Kathleen Kee (Cello)
Daniel Laufer (Cello)
Knox Chandler (Cello <6,7>)
Deborah Workman (Oboe)
Scott Litt (Clavinet <8>, Mundharmonika <8>)

live
John Keane (B <1,2,3>, Steel Git <4,6,7,10>, Ac. Git <5,8,9>)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger